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Notaufnahme Kösching: Landrat widerspricht Schließung

Die Notaufnahme der Klinik Kösching wird nicht zum Jahresende 2026 geschlossen. Das teilte der Landkreis Eichstätt als Träger der Einrichtung mit. Zuvor hatte eine regionale Berichterstattung den Eindruck erweckt, ein Termin für die Stilllegung stehe bereits fest – gestützt auf eine Mitteilung des CSU-Kreisverbands Ingolstadt.

Von einer Entscheidung sei keine Rede, heißt es nun. Ein genauer Zeitpunkt für eine Neuorganisation lasse sich derzeit nicht benennen. Hintergrund sind Beratungen im Bundestag zum Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG). Die geplanten Regelungen sehen strengere Vorgaben für Struktur, Personal und Qualität vor. Klar sei, dass dies langfristig Auswirkungen auf den Standort Kösching haben werde.

„Die Notaufnahme bleibt bestehen, bis wir eine verlässliche Alternativversorgung aufgebaut haben“, sagte Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Alex Anetsberger. Vorrang habe die Versorgungssicherheit.

Für eine künftige Lösung müsse der Rettungsdienst neu geordnet werden. Notfälle sollen stärker auf die Klinik Eichstätt verteilt werden. Geplant ist zudem eine Notfallambulanz in Kösching, abgestimmt mit den Kliniken der Region, insbesondere dem Klinikum Ingolstadt.

Die Umsetzung der Strukturveränderungen bedarf der Zustimmung des bayerischen Gesundheitsministeriums und weiterer politischer Gremien. Ziel sei eine regionale Medizinstrategie, die auch in Zukunft eine gesicherte Versorgung gewährleisten soll.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Kliniken im Naturpark Altmühltal.

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