Anzeige

Oberbürgermeister Scharpf zum Klinikum: Guter Lohn für gute Arbeit darf nicht nur für Besserverdiener gelten

Oberbürgermeister Scharpf zum Klinikum: Guter Lohn für gute Arbeit darf nicht nur für Besserverdiener gelten

Von Thomas Thöne

In der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrates des Klinikums Ingolstadt wurde der Antrag von Oberbürgermeisters Christian Scharpf (SPD) beraten, die Mitarbeitenden, die in der Servicegesellschaft des Klinikums tätig sind, und dadurch deutlich schlechter bezahlt werden als andere Beschäftigte in dem Unternehmen, in den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes zurückzuführen.

In der Aufsichtsratssitzung wurde der Kompromiss erzielt, dass die dadurch anfallenden jährlichen Mehrkosten künftig durch die Stadt Ingolstadt getragen werden sollen. Dazu ist allerdings ein Stadtratsbeschluss notwendig. Dieser soll in der Oktobersitzung des Ingolstädter Stadtrates erwirkt werden. OB Scharpf will in dieser Sitzung für die gefundene Kompromisslösung werben. Der Bezirk Oberbayern, neben der Stadt Ingolstadt ebenfalls Träger des Klinikums, wäre dann von der Mitfinanzierung freigestellt. Dies dürfte Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) und einigen Bezirksräten im Aufsichtsrat des Klinikums die Zustimmung zu der Maßnahme erleichtert haben.

OB Scharpf kommentierte auf seiner öffentlichen Facebook-Seite die Aufsichtsratssitzung des Klinikums wie folgt: "Ein erster wichtiger Schritt für eine bessere Bezahlung der Reinigungs- und Servicekräfte im Klinikum. Guter Lohn für gute Arbeit darf nicht nur für Besserverdiener gelten, sondern muss auch und gerade für diejenigen gelten, die sich tagtäglich abrackern, aber in einer teuren Stadt trotzdem kaum über die Runden kommen und die am Ende ihres harten Arbeitslebens in Altersarmut abzugleiten drohen. Das möchte ich nicht. Deshalb werde ich mich weiter für eine bessere Bezahlung der Klinikumsservicekräfte einsetzen. Dieses Engagement habe ich im Wahlkampf versprochen und das halte ich auch. Am Ende entscheidet der Stadtrat wie es ausgeht".

Datenschutz

Diese Webseite verwendet Cookies. Einige Funktionen (z.B. eingebundene Videos) können ohne den Einsatz dieser Cookies nicht angeboten werden.

Weitere Infos zum Datenschutz