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Mehrere Patienten- und Selbsthilfeorganisationen drängen auf eine grundlegende Reform der ambulanten Primärversorgung. Das System müsse konsequent aus Sicht der Patientinnen und Patienten gedacht werden, fordern der Deutsche Behindertenrat, die Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen und der Verbraucherzentrale Bundesverband.
Nach Auffassung der Verbände sollte die Perspektive der Menschen zentraler Maßstab für Qualität im Gesundheitssystem sein. Versorgung dürfe sich nicht an institutionellen Strukturen orientieren, sondern an den tatsächlichen Bedürfnissen derjenigen, die sie in Anspruch nehmen. Gefordert werden unter anderem barrierefreie, verlässliche und bedarfsgerechte Angebote sowie eine stärkere Verzahnung medizinischer, sozialer und präventiver Leistungen.
Kritisch äußern sich die Organisationen zur aktuellen Kostendebatte. Patientinnen und Patienten dürften nicht für steigende Ausgaben verantwortlich gemacht werden. Hohe Kosten entstünden auch durch strukturelle Fehlanreize, etwa durch ein System, das auf eine hohe Zahl von Arztkontakten ausgerichtet sei.
In einem gemeinsamen Papier formulieren die Verbände sieben konkrete Forderungen. Dazu zählen eine gemeinwohlorientierte Gesundheitsversorgung, die besondere Berücksichtigung chronisch Kranker und von Menschen mit Behinderungen, die regionale Einbindung der Primärversorgung sowie transparente und weiterentwickelte Qualitätsstandards. Zudem verlangen sie eine digital vernetzte Versorgung, eine Neuordnung des Sicherstellungsauftrags und eine kontinuierliche Evaluation der Reformen unter wirksamer Beteiligung von Patientenorganisationen. An der Ausarbeitung des Forderungspapiers war auch der Sozialverband VdK Deutschland beteiligt.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des VdK; redaktionell bearbeitet.
