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Ein Modellprogramm zur Weiterentwicklung der Personalbemessung in der vollstationären Pflege hat nach Angaben des GKV-Spitzenverband messbare Verbesserungen gebracht. In den beteiligten Einrichtungen stieg demnach die Qualität der pflegerischen Versorgung, zugleich verbesserten sich die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Zufriedenheit der Beschäftigten.
Grundlage ist eine Neuregelung, die seit Juli 2023 gilt. Vollstationäre Pflegeeinrichtungen können seither auf Basis einer neuen Personalbemessung mehr Personal einsetzen, insbesondere qualifizierte Assistenzkräfte in Pflege und Betreuung. Ziel ist nicht allein eine Aufstockung der Stellen, sondern eine veränderte Zusammensetzung der Teams und eine klarere Zuordnung von Aufgaben nach Qualifikation.
Kern des nun abgeschlossenen Modellprogramms war die Entwicklung, Erprobung und wissenschaftliche Bewertung eines neuen Personalkonzepts. Dieses wurde in zehn vollstationären Pflegeeinrichtungen getestet. Untersucht wurde, wie sich zusätzliche Stellen und ein veränderter Personalmix auf Arbeitsabläufe, Versorgungsqualität und Arbeitszufriedenheit auswirken. Parallel wurde das bestehende Instrument zur Personalbemessung angepasst.
Die Ergebnisse legen nahe, dass ein gezielt gesteuerter Qualifikationsmix den Arbeitsalltag in den Einrichtungen entlasten kann. Entscheidend sei, so der GKV-Spitzenverband, dass zusätzliche personelle Ressourcen passgenau eingesetzt werden und nicht alle Aufgaben von Pflegefachkräften übernommen werden müssen.
Zur bundesweiten Umsetzung stellt der Verband Pflegeeinrichtungen nun Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dazu gehören Schulungsmaterialien und praxisnahe Arbeitshilfen, die den Veränderungsprozess begleiten sollen.
Die Reform baut auf einem gesetzlich verankerten Verfahren zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in der vollstationären Pflege auf. Dieses geht auf wissenschaftliche Vorarbeiten zurück, unter anderem auf ein Personalbemessungsinstrument der Universität Bremen aus dem Jahr 2020. Das Modellprogramm selbst wurde 2021 eingerichtet und fachlich begleitet.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des GKV-Spitzenverbandes; redaktionell bearbeitet.
