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Preisdruck nimmt spürbar zu

München – Die Preiserwartungen der Unternehmen in Deutschland steigen deutlich. Der entsprechende Indikator des ifo Instituts kletterte im April auf 31,6 Punkte, nach 25,5 im März. Das ist der höchste Stand seit Januar 2023.

Vor allem in der Industrie ziehen die Erwartungen kräftig an: von 21,1 auf 34,2 Punkte. Bei energieintensiven Unternehmen liegt der Wert mit 47,5 Punkten noch deutlich höher. Besonders stark fällt der Anstieg in der Chemieindustrie aus, wo der Indikator von 31,8 auf 61,7 Punkte steigt. Dagegen verändert er sich bei nicht energieintensiven Betrieben nur geringfügig.

Auch in konsumnahen Bereichen wie Gastronomie und Einzelhandel rechnen viele Unternehmen mit steigenden Preisen. Hier erhöht sich der Indikator von 27,9 auf 39,8 Punkte. Das gilt als Hinweis darauf, dass die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiter anziehen könnten.

Bei unternehmensnahen Dienstleistern fällt der Anstieg moderater aus: von 26,9 auf 32,5 Punkte. In einzelnen Branchen zeigt sich sogar eine gegenläufige Entwicklung, etwa bei Unternehmensberatern, deren Preiserwartungen sinken.

Als Grund nennt das Institut vor allem gestiegene Energiekosten, die zunehmend an Kunden weitergegeben werden. Vor diesem Hintergrund dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten wieder über drei Prozent steigen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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