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Preisschock trifft ärmere Haushalte viermal härter

Die Preissteigerungen infolge des Nahost-Konflikts treffen die Menschen in Deutschland sehr unterschiedlich. Während Haushalte mit den niedrigsten Einkommen im Durchschnitt 2,87 Prozent ihres verfügbaren Einkommens verlieren, sind es bei den einkommensstärksten Haushalten 0,65 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts.

Über alle Haushalte hinweg errechnen die Forscher einen durchschnittlichen Kaufkraftverlust von 1,15 Prozent. Insgesamt steigen die Konsumausgaben der deutschen Haushalte durch die Krise der Analyse zufolge um rund 16,8 Milliarden Euro.

Besonders schwer können einkommensschwache Haushalte dem Preisschock ausweichen. Nach Einschätzung der ifo-Forscher trifft die Belastung sie zudem weitgehend ungebremst, weil es anders als während der Energiekrise 2022 keinen europäischen Preisdeckel gibt.

Überdurchschnittlich betroffen sind auch ältere Menschen. Rentnerpaare verlieren nach den Berechnungen 1,53 Prozent ihres Einkommens, alleinlebende Senioren 1,45 Prozent. Das ifo Institut führt dies darauf zurück, dass ihnen kein Lohneinkommen als Puffer zur Verfügung steht und sie einen vergleichsweise hohen Anteil ihres Budgets für Heiz- und Energiekosten aufwenden.

Für die Untersuchung verglichen die Forscher Konjunkturprognosen vor und nach Beginn des Krieges. Aus der Differenz berechneten sie die Kaufkraftverluste für unterschiedliche Haushaltstypen.

Die Zahlen haben allerdings eine wichtige Einschränkung: Das ifo Institut versteht die Schätzungen als Obergrenze. Bei starken Preissteigerungen verändern Haushalte in der Regel ihr Konsumverhalten – und können damit einen Teil der errechneten Belastung vermeiden.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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