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Queerfeindlichkeit erkennen und Betroffene unterstützen

Ein abwertender Kommentar, ein vermeintlich harmloser Scherz oder eine Beleidigung im Internet: Diskriminierung beginnt häufig unscheinbar. Wie daraus Ausgrenzung oder sogar Gewalt entstehen kann und wie Betroffene unterstützt werden können, zeigt ein Workshop in Ingolstadt.

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Ingolstadt, ver.di queer Ingolstadt und die bayernweite Fach- und Beratungsstelle Strong! laden für Dienstag, 4. August, ab 17 Uhr in die Volkshochschule Ingolstadt ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten.

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Formen von Diskriminierung und Gewalt gegen lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Menschen. Anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag, aus öffentlichen Einrichtungen und aus dem gesellschaftlichen Zusammenleben soll deutlich werden, wie Benachteiligung entsteht, welche Folgen sie für Betroffene haben kann und wie Privatpersonen, Kolleginnen und Kollegen, Organisationen und Behörden angemessen reagieren können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Hassrede, Bedrohungen und Gewalt im digitalen Raum. Strong! dokumentiert queerfeindliche Vorfälle in Bayern und berät Betroffene kostenlos und anonym. Nach den Erfahrungen der Fachstelle wird ein erheblicher Teil solcher Vorfälle nicht gemeldet. Das tatsächliche Ausmaß von Diskriminierung und Gewalt dürfte daher deutlich größer sein, als es die bekannten Fallzahlen vermuten lassen.

Auch Unsicherheiten am Arbeitsplatz werden thematisiert. Nach Angaben der Veranstalterinnen und Veranstalter sprechen viele queere Beschäftigte aus Sorge vor Benachteiligung, Ausgrenzung oder ablehnenden Reaktionen nicht offen über ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität.

Der Workshop soll Wissen vermitteln, Vorurteile und diskriminierende Strukturen sichtbar machen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie queerfeindliche Situationen erkennen, Betroffene unterstützen und im Alltag Haltung zeigen können.

Die Anmeldung ist über die Volkshochschule Ingolstadt unter der Kursnummer AW21-169 möglich.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Veranstalterinnen und Veranstalter und wurde redaktionell bearbeitet.

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