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Region 10: Pendeln als Normalfall

Mehr als jeder zweite Beschäftigte in Deutschland pendelt zur Arbeit. Auch in der Region 10 rund um Ingolstadt gehört der tägliche Weg über Kreisgrenzen hinweg für viele zum Arbeitsalltag. Neue Zahlen der Agentur für Arbeit zeichnen ein Bild enger wirtschaftlicher Verflechtungen.

Zum Stichtag 30. Juni 2025 lebten in der Region 10 mit der Stadt Ingolstadt sowie den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen 231.627 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das sind rund 1.400 mehr als ein Jahr zuvor und etwa 10.000 mehr als vor zehn Jahren.

Leicht rückläufig ist dagegen die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Nach 226.359 Stellen im Jahr 2023 werden aktuell 225.364 gezählt. Der Rückgang betrifft ausschließlich das Stadtgebiet Ingolstadt. Dort gingen zwischen Juni 2024 und Juni 2025 knapp 500 Arbeitsplätze verloren. In den Landkreisen Eichstätt (+234), Neuburg-Schrobenhausen (+133) und Pfaffenhofen (+109) wurden hingegen jeweils leichte Zuwächse verzeichnet.

In Ingolstadt arbeiteten zum Stichtag 102.392 Beschäftigte, ihren Wohnsitz hatten dort jedoch nur 66.026. 40.891 leben und arbeiten in der Stadt. 61.467 pendeln von außerhalb ein, 25.132 fahren zum Arbeiten aus – vor allem in den Landkreis Eichstätt (7.606), nach München (4.580) und in den Landkreis Pfaffenhofen (4.259). Der Pendlersaldo beträgt plus 36.335.

Im Landkreis Eichstätt wohnen 59.522 Beschäftigte, arbeiten aber 42.860 vor Ort. Rund 37.000 pendeln täglich aus, insbesondere nach Ingolstadt (24.235). Gut 20.000 kommen in den Landkreis zur Arbeit. Der Saldo liegt bei minus 16.681.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen leben 44.834 Beschäftigte, 33.208 haben dort ihren Arbeitsplatz. 23.544 pendeln aus, 11.904 ein. Der Saldo beträgt minus 11.640.

Im Landkreis Pfaffenhofen arbeiten 46.904 Menschen, wohnhaft sind dort 61.245. 36.559 pendeln aus – vor allem nach München (10.824) und Ingolstadt (10.778). Rund 22.200 kommen täglich zur Arbeit in den Landkreis. Der Saldo liegt bei minus 14.360.

Auch kleinere Gemeinden sind stark vom Pendelverkehr geprägt. In Lenting sind von 1.284 Arbeitsplätzen 1.128 mit Einpendlern besetzt. Gleichzeitig verlassen 2.106 der 2.282 dort wohnenden Beschäftigten den Ort zur Arbeit. 156 leben und arbeiten in Lenting. In Weichering arbeiten von 343 Beschäftigten 289 Einpendler; 1.050 der 1.104 dort Wohnenden pendeln aus, 54 bleiben im Ort.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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