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Es ist ein ungewöhnlich verhaltener Start in die warme Jahreszeit: Der Arbeitsmarkt in der Region Ingolstadt kommt auch im März nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur leicht – und bleibt deutlich über dem Vorjahresniveau.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit waren im Stadtgebiet Ingolstadt sowie in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen 10.759 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 256 weniger als im Februar, aber 991 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,6 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im März 2025 hatte sie noch 3,3 Prozent betragen.
Der Rückgang im März ist vor allem saisonal bedingt. In witterungsabhängigen Außenberufen konnten wieder mehr Menschen ihre Arbeit aufnehmen. Eine breitere Belebung des Arbeitsmarkts bleibt jedoch aus. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelten weiterhin als unsicher und sorgen für fehlende Impulse.
Innerhalb der Region zeigen sich deutliche Unterschiede. In der Stadt Ingolstadt blieb die Zahl der Arbeitslosen nahezu unverändert und sank lediglich um sechs Personen auf 4.330. In den Landkreisen fiel der Rückgang spürbarer aus: Im Landkreis Eichstätt waren 123 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 49 weniger und im Landkreis Pfaffenhofen 78 weniger.
Auch zwischen den Systemen gibt es Unterschiede. Der Rückgang entfiel vollständig auf die Arbeitslosenversicherung. In der Grundsicherung blieb die Zahl der Betroffenen unverändert. Das deutet darauf hin, dass sich Arbeitslosigkeit häufiger verfestigt und das Risiko steigt, langfristig ohne Beschäftigung zu bleiben. Zwar war im März Bewegung am Arbeitsmarkt zu erkennen, sowohl bei den Zu- als auch bei den Abgängen aus der Arbeitslosigkeit. Für einen deutlicheren Rückgang reichte diese Dynamik jedoch nicht aus. Ein Blick auf die Statistik zeigt zudem: Für einen März war die Zahl der Arbeitslosen zuletzt im Jahr 2006 höher.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.