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Regionale Friedensbewegung gedenkt der Opfer von Hiroshima

Regionale Friedensbewegung gedenkt der Opfer von Hiroshima

(ot) Im Gedenken an den Atombombenabwurf am 6. August 1945 auf Hiroshima, bei dem etwa 100.000 Menschen sofort getötet und bis Ende des Jahres des Abwurfes schätzungsweise 130.000 Menschen starben, lud die örtliche Friedensbewegung vergangenen Donnerstagabend zu einer Mahnwache auf den Ingolstädter Platz am Stadttheater ein. Etwa 60 Personen nahmen, laut Teilnehmern, an der Veranstaltung teil, die musikalisch durch Charly Böck begleitet wurde.

Rednerin der Veranstaltung war Professorin Dr. Irmgard Scheitler von Pax Christi Eichstätt. Sie verwies darauf, dass die Entsendung von Truppen in Krisengebiete bislang immer nur ganz kurzfristig gewirkt habe. „Ob die Länder Afghanistan, Irak oder Mali heißen, immer wieder blenden momentane Erfolge und das nachfolgende Desaster wird dann mit noch mehr Militär scheinbar zugedeckt, ist in Wahrheit aber unausweichlich“. „Lass uns stattdessen auf Diplomatie setzen und seien die Verhandlungen noch so zäh. Lass uns zivilen Widerstand erlernen, um nicht auf Provokationen hereinzufallen“, appellierte Scheitler.

„Es braucht aber gar nicht die Bergpredigt und die jesuanische Gewaltlosigkeit, um zu erkennen, dass der Mensch endlich die Logik des Stärkeren, die Logik des Gegeneinanders durch eine Logik des Gemeinsamen ersetzen muss“, lautete das Plädoyer für Frieden der Referentin. „Die Gewalt schafft eine Spur von Tod, Leid und Verwüstung. Die Durchsetzung von Stärke lässt stets einen Gedemütigten zurück; seine Erniedrigung setzt sich in Wut und Aggression um und mündet in neue Gewalt“.

Die Vertreterin von Pax Christi geißelte in ihrer Rede den Rüstungswahnsinn: „ Die Rüstungsausgaben steigen, die NATO setzt allen Staaten in dieser Hinsicht die Daumenschrauben an, die atomare Bedrohung hat neue Formen angenommen und wird konkreter, der Wohlstand ist ungerecht verteilt, die Flüchtlinge sind kaum unterzubringen, unbehandelbare Krankheiten können jederzeit auftreten, das Geld wird aber nicht für die Bevölkerung ausgegeben. Mit den jährlichen Kosten allein für die Pflege des atomaren Waffenarsenals könnte man die Krankenhauskosten für 1,5 Millionen Covid-19-Kranke begleichen“. 

 Quelle: Friedensbewegung Ingolstadt

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