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Regionale Wirtschaft bleibt unter Druck

Die Wirtschaft in der Region Ingolstadt kommt nur langsam aus dem Stimmungstief. Zwar hellt sich die Lage etwas auf, von einem Aufschwung kann jedoch keine Rede sein.

Der Konjunkturindex der IHK für München und Oberbayern für die Region steigt gegenüber dem Herbst um elf Punkte auf 105 Zähler. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 24 Punkten. Dennoch bleibt der Wert unter dem langjährigen Durchschnitt von 116 Punkten.

30 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 18 Prozent als schlecht. Damit fällt die Einschätzung besser aus als in der Herbstumfrage. Als größte Belastungen nennen die Unternehmen die schwache Nachfrage (66 Prozent), hohe Energiepreise (58 Prozent) sowie hohe Rohstoffpreise (51 Prozent). Handelshemmnisse wie Zölle beeinträchtigen bei vier von zehn Unternehmen das Geschäft.

Bei den Erwartungen für die kommenden Monate zeigt sich ein gemischtes Bild: 22 Prozent rechnen mit einer Belebung, 23 Prozent mit einer Verschlechterung. Die Aussichten bleiben damit eingetrübt, auch wenn der Pessimismus gegenüber Herbst 2025 nachgelassen hat.

Als Hauptrisiken gelten wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (68 Prozent), steigende Arbeitskosten (65 Prozent) und eine fehlende Inlandsnachfrage (60 Prozent). Energie- und Rohstoffpreise sehen 46 Prozent als Risiko. Der Fachkräftemangel verliert angesichts des schwachen Beschäftigungsaufbaus an Bedeutung und wird von 38 Prozent genannt.

Die Investitionsbereitschaft bleibt gedämpft: 19 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen ausweiten, 23 Prozent planen Kürzungen. Am Arbeitsmarkt setzt sich der Stellenabbau fort, wenn auch langsamer als noch im Herbst. 13 Prozent der Betriebe beabsichtigen Neueinstellungen, 23 Prozent wollen Stellen abbauen.

„So richtig Licht am Ende des Tunnels ist nicht zu sehen“, sagt Franz Schabmüller, Sprecher des IHK-Forums für die Region Ingolstadt. Zwar hätten sich Geschäftslage und Erwartungen verbessert, von einer Erholung sei die regionale Wirtschaft aber noch entfernt. Belastend wirkten weiterhin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, steigende Arbeitskosten, Bürokratie und die schwache Nachfrage.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der IHK für München und Oberbayern; redaktionell bearbeitet.

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