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Regionaler Arbeitsmarkt ohne Impulse

Zum Jahresende zeigte sich der regionale Arbeitsmarkt rund um Ingolstadt weiter geschwächt. Im Dezember 2025 waren im Stadtgebiet Ingolstadt sowie in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm insgesamt 10.144 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit lag die Zahl so hoch wie in keinem Dezember seit 2005. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,4 Prozent, nach 3,3 Prozent im November und 3,0 Prozent ein Jahr zuvor.

Gegenüber dem Vormonat nahm die Arbeitslosigkeit um 291 Personen zu. Der Anstieg verteilte sich auf beide Sicherungssysteme. Im Vergleich zum Dezember 2024 waren 1.185 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Nach Einschätzung der Arbeitsagentur dämpfen konjunkturelle und strukturelle Schwächen weiterhin die Entwicklung. Der Abbau von Arbeitsplätzen halte an, Neueinstellungen blieben aus.

Auffällig ist der Anstieg bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen lag die Arbeitslosigkeit deutlich über dem Vorjahreswert. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit nahm zu und lag knapp ein Viertel höher als vor einem Jahr. Zunehmend wechselten Betroffene aus der Arbeitslosenversicherung in die Grundsicherung.

Die fehlende Dynamik spiegelt sich auch im Stellenangebot wider. Ende Dezember waren 3.961 offene Arbeitsstellen gemeldet, 302 weniger als ein Jahr zuvor.

In der Stadt Ingolstadt stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 4.010. Das waren 85 mehr als im November und 719 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 4,8 Prozent. Auch in den umliegenden Landkreisen nahm die Arbeitslosigkeit zu. In Eichstätt waren 2.217 Menschen arbeitslos gemeldet, in Neuburg-Schrobenhausen 1.809 und in Pfaffenhofen an der Ilm 2.108. Die Quoten lagen zwischen 2,7 und 3,1 Prozent und damit jeweils über dem Vorjahresniveau.

Zwar meldeten Unternehmen weiterhin offene Stellen, die Nachfrage reichte jedoch nicht aus, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit auszugleichen. Eine nachhaltige Belebung des regionalen Arbeitsmarkts ist derzeit nicht in Sicht.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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