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Eine Vermisstensuche hört nicht am Ufer auf. Wenn auf oder an der Donau ein Mensch gesucht wird, müssen Helfer an Land, auf Booten und im Wasser zusammenarbeiten. Genau das haben jüngst mehr als 50 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen in Ingolstadt geübt.
Bei der Übung ging es darum, Abläufe bei der Suche nach vermissten Personen auf und entlang der Donau zu trainieren. Zuständig ist in solchen Fällen grundsätzlich die Polizei. Unterstützt wird sie je nach Lage von Rettungshundestaffeln, Wasserwachten, Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk. Entscheidend ist dann, dass die einzelnen Einheiten wissen, was die anderen tun.
Zu Beginn demonstrierte die Rettungshundestaffel Suchmethoden an Land. Dabei kamen Flächensuchhunde und sogenannte Mantrailer zum Einsatz. Mantrailer folgen der Spur einer bestimmten Person, Flächensuchhunde suchen ein festgelegtes Gebiet nach Menschen ab.
Schwieriger wird eine Suche, sobald Wasser eine Rolle spielt. Dann reicht der Blick vom Ufer nicht aus. Je nach Lage werden Wasserretter, Taucher, Rettungsboote, Drohnen, Sonargeräte oder speziell ausgebildete Hunde gebraucht. Auch deshalb hatte die Übung einen praktischen Schwerpunkt: Zehn Hundeteams trainierten, ihre Tiere an den Einsatz auf Motorbooten zu gewöhnen und das sichere Anlanden zu üben. Insgesamt waren acht Motorboote unterschiedlicher Größe im Einsatz.
Beteiligt waren die ASB-Rettungshundestaffel Ingolstadt, die BRK-Wasserwacht Ingolstadt und die Wasserwacht Großmehring, die Freiwillige Feuerwehr Ingolstadt-Stadtmitte sowie der THW-Ortsverband Ingolstadt. Sie trainierten gemeinsam die Suche auf der Donau und an ihren Ufern.
Dass solche Übungen beweglich bleiben müssen, zeigte sich während des Tages: Die Rettungshundestaffel wurde zu einem realen Einsatz alarmiert. Die geplante Abschlussübung musste deshalb kurzfristig angepasst werden. Feuerwehr, THW und Wasserwacht übten daraufhin eine klassische Personensuche auf dem Fluss. Die Boote suchten die Donau systematisch ab und fanden die gesuchten Übungspersonen nach kurzer Zeit. Der reale Alarm wurde noch auf der Anfahrt abgebrochen, die Hundestaffel kehrte später zurück.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des BRK-Kreisverbands Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.