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Am Bundeswehr-Fliegerhorst Neuburg-Zell beginnt die Vorbereitung für die Sanierung von mit PFAS belasteten Flächen. Vertreter von Bundeswehr, Behörden und Kommunen haben bei einem Runden Tisch im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen die nächsten Schritte abgestimmt.
PFAS sind per- und polyfluorierte Chemikalien, die etwa in Feuerlöschschaum eingesetzt wurden. Sie gelten als langlebig, können sich im Boden und Grundwasser anreichern und stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein.
Grundlage für die Beratungen ist ein Gutachten mit mehr als 1.400 Seiten, das Ende Februar 2025 vorgelegt wurde. Es untersucht zehn Bereiche auf dem Gelände, darunter frühere Feuerwehrstandorte, eine alte Feuerwache und ein Löschübungsbecken. Bereits 2021 waren zwei Hotspots geprüft worden. Nach Einschätzung der Gutachter beschränken sich die Belastungen überwiegend auf die Liegenschaft. An der südöstlichen Grenze wurden jedoch leicht erhöhte Werte auch außerhalb festgestellt.
Zur weiteren Klärung sollen vier zusätzliche Grundwassermessstellen eingerichtet werden. Parallel legen Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt vorläufige Sanierungsziele fest. Auf dieser Grundlage wird über Varianten und konkrete Maßnahmen entschieden.
Auch das Niederschlagswasser stand auf der Tagesordnung. Die seit Juli laufende Kanalsanierung soll im Herbst abgeschlossen sein. Zudem ist für dieses Jahr die Ausschreibung einer Reinigungsanlage geplant, deren Bau 2026 beginnen soll.
Für den 11. November kündigte das Landratsamt eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung an. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben. Ziel bleibt ein transparenter Dialog mit der Öffentlichkeit und eine zügige Sanierung der betroffenen Fläche.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des Landratsamtes Neuburg/Schrobenhausen.
