Scharpf zur FW: Über eine halbe Milliarde Euro für ganze 15% Verkehrsentlastung

Scharpf zur FW: Über eine halbe Milliarde Euro für ganze 15% Verkehrsentlastung

(tt) Der politische Schlagabtausch zur 4. Donauquerung geht weiter und das politische Ingolstadt scheint eines der Wahlkampfthemen für die Kommunalwahl im kommenden März gefunden zu haben. Heute konterte der SPD-OB-Kandidat Dr. Christian Scharpf den Freien Wählern in einer Pressemitteilung. Die FW hatte gestern, ebenfalls in einer Pressemitteilung, die 4. Donauquerung als "unerlässlich" bezeichnet.

Hier der Wortlaut der Pressemitteilung von Dr. Scharpf:

"Die Freien Wähler geben in einer Erklärung vom 08.10.2019 als Effekt einer 4. Donauquerung durch den Auwald ganze 15% (!) an Verkehrsentlastung auf der Glacisbrücke und auf der Haunwöhrer Straße an. Dafür soll ein gigantomanisches Tunnelprojekt mit einer Länge von mindestens 2 – 2,5 km durch ein Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) getrieben werden mit Kosten, die nicht unter einer halben Milliarde liegen werden. Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Mobilitätsplanung im 21. Jahrhundert geht anders. Ich bin deshalb für einen Stop der weiteren Planungen für eine 4. Donauquerung.

Ein Ausbau des bestehenden ÖPNV mit dichteren Takten, Expressbussen über die Staustufe und neue Massenverkehrsmittel (z.B. Regiobahn, Seilbahn) bringen eine deutliche Verkehrsentlastung nicht nur für Glacisbrücke und Haunwöhrer Straße, sondern sogar für die ganze Stadt.

Zum Vergleich die Kosten der neueren Tunnelprojekte in München, die allerdings nicht durch ein Naturschutzgebiet, sondern am Mittleren Ring verwirklicht worden sind oder geplant werden. Die Baupreise sind seitdem bekanntlich massiv gestiegen: Tunnel Luise-Kisselbach aus dem Jahr 2015 (1,5km) und Heckenstallerstr. (620m), Kosten  gesamt: 398,5 Mio. Euro
Richard-Strauss-Tunnel vor 10 Jahren aus dem Jahr 2009 (1,5km), Kosten: 325 Mio. Euro. Aktuelles Tunnelprojekt Landshuter Allee, Kostenschätzung für 1,5km: 550 Mio. Euro.

Im Übrigen muss als Erstes die Stadtentwicklungs- und Verkehrsplanung für das gesamte Stadtgebiet auf den Prüfstand gestellt werden: Wo wollen wir die nächsten Jahre und Jahrzehnte hin, was sind unsere Ziele in und für diese Stadt, wo setzen wir Entwicklungsschwerpunkte? Erst nachdenken, dann planen und bauen! Der aktuelle Flächennutzungsplan stammt von 1996. Eine strukturierte Stadt- und Verkehrsplanung ist Voraussetzung für alle weiteren Planungen. Auch die Umlandgemeinden müssen hierfür eingebunden werden."

Quelle: SPD Ingolstadt

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