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Schlachthof-Stillstand trifft städtische Mitarbeiter

Nach Angaben der Freien Wähler steht der Ingolstädter Schlachthof nach einem Ammoniakaustritt im Juni weiter still. Die Stadtratsfraktion fordert schnelle Hilfe für die dort eingesetzten städtischen Mitarbeiter und drängt auf mehr Tempo bei allen Schritten, die zur Wiederöffnung führen können.

Nach Darstellung der Fraktion ist weiterhin offen, wann und unter welchen Voraussetzungen der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Am Gebäude müssten sicherheitstechnische Einrichtungen erneuert, bauliche Anpassungen vorgenommen und das Sicherheitskonzept überarbeitet werden.

Betroffen sind nach Auskunft der Freien Wähler auch städtische Mitarbeiter, die im Schlachthof eingesetzt sind, etwa in der Fleischbeschau. Für sie werde der Stillstand zunehmend zu einer finanziellen Belastung. Die Fraktion verweist auf tarifvertragliche Regelungen, nach denen lediglich sechs Tage Lohnfortzahlung vorgesehen seien. Die Stadtspitze solle deshalb prüfen, ob Kurzarbeitergeld oder andere Lohnersatzleistungen infrage kommen, und diese beantragen, falls die Voraussetzungen erfüllt sind.

Zugleich leiden auch Beschäftigte des Betriebs, die nicht bei der Stadt angestellt sind, unter der Schließung. Aus Sicht der Freien Wähler muss die Stadt deshalb alle Verfahren, Abstimmungen und Genehmigungen in ihrer Zuständigkeit beschleunigen. Der Schlachthof solle nach den nötigen Sicherheitsmaßnahmen so schnell wie möglich wieder öffnen können.

Die Fraktion warnt zudem davor, dass Fachkräfte ohne verlässliche Perspektive abwandern könnten. Das würde eine spätere Wiederaufnahme erschweren und die Schlachtkapazitäten in der Region schwächen. Auch landwirtschaftliche Betriebe und verarbeitendes Handwerk wären weiter betroffen.

Kritik üben die Freien Wähler an der Informationspolitik von Betreiber und Stadt. Beschäftigte und Stadtrat müssten regelmäßig erfahren, welche Arbeiten notwendig sind, wie weit sie fortgeschritten sind und welcher Zeitplan realistisch ist. Die Fraktion will deshalb offene Fragen in der nächsten Stadtratssitzung beantwortet wissen.

Als weiteren Punkt nennt sie das Tierwohl. Solange der Ingolstädter Schlachthof geschlossen bleibt, müssen Tiere zu weiter entfernten Schlachtstätten gebracht werden. Die Transportzeiten verlängerten sich dadurch teilweise um bis zu zwei Stunden.

Wann der Betrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, bleibt offen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Freien Wähler Stadtratsfraktion; redaktionell bearbeitet.

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