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Nach einem sogenannten Schockanruf hat die Polizei in Ingolstadt einen mutmaßlichen Betrüger festgenommen. Ein Mitbewohner der Betroffenen hatte die Beamten alarmiert.
Am Sonntag gegen 10 Uhr erhielt eine 78-jährige Bewohnerin eines Wohnheims einen Anruf. Unbekannte setzten sie unter Druck und behaupteten, eine nahe Angehörige müsse gegen Zahlung einer Kaution vor einer Inhaftierung bewahrt werden. Die Frau wurde zur Übergabe von Bargeld bewegt.
Ein Mitbewohner wurde auf die Situation aufmerksam und verständigte die Polizei. Einsatzkräfte nahmen daraufhin einen 40-jährigen Mann fest, der vor dem Anwesen als Abholer gewartet haben soll. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde er einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt prüft zudem einen möglichen Zusammenhang mit einer weiteren Tat vom vergangenen Donnerstag. Dabei war eine 68-jährige Frau mit derselben Masche zur Herausgabe von mehr als 9000 Euro gebracht worden. Nach Angaben der Ermittler wurde in beiden Fällen gezielt in der Muttersprache der Opfer kommuniziert.
Die Polizei rät, bei entsprechenden Anrufen misstrauisch zu bleiben, Gespräche zu beenden, keine persönlichen oder finanziellen Informationen preiszugeben und kein Geld an Unbekannte zu übergeben.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Polizei; redaktionell bearbeitet.