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Selbständige geben der Regierung schlechte Noten

Soloselbständige und Kleinstunternehmen zeigen sich mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung deutlich unzufrieden. In einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts bewerten sie den wirtschaftspolitischen Kurs im Schnitt mit der Schulnote 4,3.

Am kritischsten fällt das Urteil zur Sozial- und Rentenpolitik aus, die mit 4,7 am schlechtesten abschneidet. Auch die Energie- und Klimapolitik erhält mit 4,5 eine schlechte Bewertung. Infrastruktur- und Digitalisierungspolitik sowie die Wettbewerbspolitik kommen jeweils auf 4,3, die Finanz- und Arbeitsmarktpolitik auf 4,2.

Als dringendste Probleme nennen die Befragten den hohen bürokratischen Aufwand, die Belastung durch Steuern und Abgaben sowie die Energiepreise. Zudem sehen sie Reformbedarf bei den Sozial- und Rentensystemen.

Die schlechten Noten spiegeln auch die angespannte wirtschaftliche Lage wider. Zwar hat sich das Geschäftsklima zu Jahresbeginn leicht verbessert, es bleibt jedoch auf niedrigem Niveau. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar auf minus 21,5 Punkte, nach minus 23,7 Punkten im Dezember. Während die Erwartungen etwas weniger pessimistisch ausfielen, sank die Bewertung der laufenden Geschäfte auf ein Langzeittief.

Besonders belastend ist der Mangel an Aufträgen. Im Januar meldeten 46,6 Prozent der Selbständigen fehlende Nachfrage – deutlich mehr als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Die anhaltende Unsicherheit bremse Investitionen und werde durch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zusätzlich verstärkt.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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