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Servicegesellschaft Uniklinik: ver.di zuversichtlich

Ein bedeutender Durchbruch in den Tarifverhandlungen mit der Servicegesellschaft der Universitätsklinik Regensburg (KDL) wurde aus Sicht der Gewerkschaft ver.di erreicht. „Zentrale Eckpunkte für eine Tarifeinigung konnten mit der Arbeitgeberseite geeint werden“, erklärte Robert Hinke, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit & Bildung bei ver.di Bayern. Die entscheidende Verhandlungsrunde ist für den 9. Juli angesetzt. Hinke betonte, dass es nun an der Zeit sei, dass auch die Servicegesellschaften der Universitätskliniken in Erlangen und Würzburg ihre Blockadepolitik aufgeben. Ziel sei die Angleichung der Einkommens- und Arbeitsbedingungen an die der Mutterhäuser.

Die vorläufige Einigung beinhaltet folgende Eckpunkte: 100 Prozent Angleichung des Entgelts an den Tarifvertrag der Länder (TV-L) bis Anfang 2027: Dies umfasst nicht nur den aktuellen Tarifvertrag, sondern auch zukünftige Lohnerhöhungen. Vergütung nach Berufserfahrung: Die Entgeltangleichung erfolgt gemäß dem Eingruppierungssystem und den Entgelttabellen mit sechs Stufen der Berufserfahrung. Beschäftigungsjahre in der KDL werden vollständig berücksichtigt. Schrittweise Entgeltsteigerung: Die ersten Erhöhungen sind bereits zum 1. Oktober 2024 geplant. Arbeitszeitverkürzung: Die derzeitige 40-Stunden-Woche wird bis 2027 in zwei Etappen auf 38,5 Stunden reduziert, angeglichen an die Arbeitszeiten der Universitätskliniken.

Es bleiben jedoch einige Punkte offen, darunter Jahressonderzahlungen und Altersversorgung. Auch die genauen Schritte der Lohnsteigerungen müssen noch ausgearbeitet werden. Nelli Nentschuk, Betriebsratsvorsitzende der Servicegesellschaft, zeigt sich dennoch optimistisch: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Gregor Romowski, Mitglied der Tarifkommission, sieht ebenfalls Fortschritte: „Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne getan.“ Falls nötig, ist man bereit, den Arbeitskampf wieder aufzunehmen, betont Martin Schmalzbauer, ver.di-Fachsekretär für Universitätskliniken in Bayern.

Quelle: ver.di Bayern.

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