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SPD: Heftige Kritik an CSU zur Absage an die Klinikfusion

Überraschung bei der Ingolstädter SPD: Die Stadtratsfraktion reagiert irritiert auf die Entscheidung der CSU, das Gutachten zur Krankenhausversorgung in der Region nicht weiter verfolgen zu wollen. Dabei, so die Sozialdemokraten, sei genau dieser Schritt dringend nötig gewesen – steigende Kosten, offene Finanzierungsfragen und Fachkräftemangel zwängen geradezu zu gemeinsamen Lösungen.

Die CSU aber winkt ab. Ob diese dafür im Ingolstädter Stadtrat eine Mehrheit hinter sich versammeln kann, ist derzeit fraglich.

Für die SPD ist das Verhalten der Ingolstädter CSU der Rückfall in alte Zeiten. Der eingeschlagene Kurs weg vom Kirchturmdenken, hin zu einer regionalen Strategie mit den Landkreisen, sei der einzig richtige gewesen. Wer die Ziele, die auch die CSU selbst formuliere, tatsächlich erreichen wolle, könne das nicht ohne die Einbeziehung der Landkreise und ohne Prüfung einer möglichen Fusion. Alles andere führe ins Gegenteil.

Von den Christsozialen gebe es bisher nur Forderungen, kritisieren die Sozialdemokraten – konkrete Vorschläge aber: Fehlanzeige. Damit wird wertvolle Zeit verspielt.

Auch beim Thema Versorgung der Region zeigen sich die Genossen alarmiert: Wenn jeder Landkreis wieder seine eigene Suppe koche, gehe das am Ende zulasten der Bürgerinnen und Bürger – auch in Ingolstadt. Das Gutachten sei deshalb ein erster Schritt gewesen, den man nicht kassieren, sondern ausweiten müsse. Etwa durch die Einbindung privater Häuser wie der Klinik in Neuburg oder der Dr.-Maul-Klinik. Gesundheitsversorgung könne nur funktionieren, wenn alle Einrichtungen wie Zahnräder ineinandergreifen.

Klar sei außerdem: Die Finanzierung der Krankenhäuser bleibe eine immense Herausforderung. Kommunen allein könnten diese Last nicht mehr schultern. Genau deshalb brauche es eine abgestimmte Struktur in der ganzen Region. Nur durch Zusammenarbeit – und, wo sinnvoll, auch durch Fusionen – lasse sich ein funktionierendes, bezahlbares System aufbauen, das die Versorgung sichert und die Kommunen entlastet.

So die SPD – und der CSU-Beschluss dagegen? Für die Sozialdemokraten ein fatales Signal, das die Krankenhauspolitik der Region wieder an der Stadtgrenze enden lässt.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der SPD-Stadtratsfraktion.

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