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In Ingolstadt stehen Flächen leer, während bezahlbare Wohnungen fehlen. Die SPD-Stadtratsfraktion will diese Lücke nun politisch zuspitzen: Sie fordert einen , bei dem Stadt, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und weitere Beteiligte konkrete Projekte für schnelleren Wohnungsbau vereinbaren sollen.
Anlass ist der sogenannte Bauturbo, der Kommunen neue Möglichkeiten geben soll, Verfahren zu beschleunigen. Die SPD will, dass Ingolstadt diese Spielräume nicht verstreichen lässt. Es gehe nicht um eine weitere Runde allgemeiner Beratungen, sondern um verbindliche Schritte, damit schneller bezahlbarer Wohnraum entsteht.
Im Mittelpunkt soll die Umwandlung leerstehender Büro- und Gewerbeimmobilien stehen. Solche Gebäude sind für Städte ein doppeltes Problem: Sie binden Flächen, bringen aber keinen Wohnraum. Aus Sicht der SPD könnten sie deshalb stärker daraufhin geprüft werden, ob sie sich zu Wohnungen umbauen lassen.
Zusätzliche Anreize sieht die Fraktion im Bundesprogramm „Gewerbe zu Wohnen“, das nach ihren Angaben am 1. Juli 2026 gestartet ist. Für jede neu geschaffene Wohneinheit können demnach bis zu 30.000 Euro Fördermittel beantragt werden. Das soll Eigentümer und Investoren dazu bewegen, bisher ungenutzte Gebäude schneller umzuwidmen.
Auch neue Wohnformen sollen bei dem Gipfel eine Rolle spielen. Die SPD nennt modulares Bauen und Tiny Houses als mögliche Ergänzungen zum klassischen Wohnungsbau. Sie könnten dort helfen, wo Flächen knapp sind oder kurzfristig kleinere Wohneinheiten gebraucht werden. Eine Lösung für den gesamten Wohnungsmarkt wären sie nicht, aber ein Baustein.
Als Vorbild verweist die Fraktion auf München, wo Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft bei einem Wohnungsbaugipfel über schnellere Verfahren und zusätzliche Wohnungen beraten haben. Ein ähnliches Format soll nun in Ingolstadt konkrete Vorhaben anstoßen – von der Umnutzung leerstehender Gebäude bis zu flächensparenden Wohnkonzepten.
Ob der Vorschlag mehr wird als ein politischer Appell, hängt davon ab, welche Akteure sich beteiligen und ob die Stadt Projekte benennen kann, die kurzfristig vorankommen können.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der SPD-Stadtratsfraktion Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.