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SPD sieht Ingolstadt bei Klinik-Versorgung im Nachteil

Die SPD-Stadtratsfraktion in Ingolstadt hält die Krankenhausversorgung der Stadt für unzureichend. In einem Schreiben an Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach verweisen die Stadträte Quirin Witty und Anton Böhm auf Unterschiede zu anderen bayerischen Großstädten.

Ingolstadt verfügt mit der chirurgisch tätigen Maulklinik über ein Krankenhaus der Versorgungsstufe I sowie mit dem Klinikum Ingolstadt über ein Haus der Stufe II. Die nächstgelegene Universitätsklinik liegt 72 Kilometer entfernt in Regensburg. Dort gibt es zusätzlich ein Krankenhaus der Stufe II und eines der Stufe III. Auch Würzburg und Erlangen verfügen jeweils über eine Universitätsklinik und weitere Häuser unterschiedlicher Versorgungsstufen. Selbst Bamberg und Landshut seien näher an einer Uniklinik gelegen.

„Der Leistungsumfang der beiden Ingolstädter Krankenhäuser reicht bei weitem nicht an vergleichbare Städte heran“, sagte Böhm. Witty ergänzte, dadurch steige auch das Versorgungsrisiko. Wenn die Notfallversorgung in umliegenden Krankenhäusern nicht zuverlässig gewährleistet sei, wachse der Druck auf das Klinikum Ingolstadt, das selbst an Kapazitäts- und Leistungsgrenzen stoße. Fälle, in denen Bürger nicht in Ingolstadt behandelt werden könnten, nähmen zu.

Böhm und Witty wollen von der Staatsregierung wissen, welche Maßnahmen geplant sind, um die Situation zu verbessern. Zudem schlagen sie vor, Ministerin Gerlach zu einer Sitzung des Stadtrats einzuladen.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der SPD-Stadtratsfraktion Ingolstadt.

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