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Spielpark Fort Peyerl: Glasscherben, Restalkoholika und Müll <mit Kommentar>

Spielpark Fort Peyerl: Glasscherben, Restalkoholika und Müll <mit Kommentar>

(tt) "Schauen Sie sich diese Sauerei einmal an“, schimpfte ein älterer Herr am heutigen Morgen, der seinen großen Hund an der Leine durch den Spielpark Fort Peyerl ausführte. „So sieht das regelmäßig hier aus und es interessiert niemanden“, erregte sich der Mann. „Ich habe schon mehrfach im Ordnungsamt angerufen und denen sogar öfter Bilder geschickt, niemand kümmert sich drum“, so zumindest die Wahrnehmung des Gassigehers. „Es wird Zeit, dass der Park zugesperrt wird“, forderte er dann noch.

In der Tat schaut es wieder einmal im Spielpark nach einer größeren Feier von Jugendlichen aus. Scherben einer zerschlagenen Flasche mit Alkoholika findet man auf dem kleinen, von der Stadt aufgestellten, Fußballfeld.

An mehreren Stellen im Spielpark, so bereits am Eingang, begegnen einem mehrere leere Flaschen mit alkoholischen Getränken, zahlreiche Plastikbecher und anderer Müll. An einer Stelle sogar noch eine Flasche mit einem Rest von Rum, die nicht in die Hände kleiner Kinder geraten sollte.

Zwei Jugendliche, die in den Park kommen, berichten, dass dort etwa 20 Jugendliche in der Nacht gefeiert hätten. Unterhält man sich mit jungen Menschen aus dem Ingolstädter Ortsteil Haunwöhr, so ist zu hören, dass wohl in der jüngsten Zeit in der Nacht immer wieder einmal die Polizei vor Ort war. Diese gelegentlichen Kontrollen würden aber nicht ausreichen.



Kommentar von Thomas Thöne

Jetzt bitte nicht in den Reflex verfallen und sagen, das sind die Jugendlichen. Dies stimmt einfach nicht. So wie es nicht die Erwachsenen sind, die in einem großen Zelt, nebst Anhänger, das ganze Wochenende am Baggersee gefeiert haben, dies auch über Nacht, mit Lagerfeuer, so sind es im Fort Peyerl nicht die Jugendlichen, die den Unrat hinterlassen. Sowie es nicht die Erwachsenen sind, die heute am Morgen auf dem Flohmarkt an der Saturn-Arena teilweise ohne Mund-Nasenschutz zu sehen waren, sind es im Spielpark nicht die Jugendlichen. Es sind einzelne Jugendliche aus der Umgebung, die dort regelmäßig, oftmals sehr laut, ausgelassen, ohne ihre Hinterlassenschaften aufzuräumen, feiern. Dies oft zum Leidwesen der Anwohner des Spielparks.

In der Tat wird es Zeit, diese Jugendlichen in geeigneter Form an die Regeln eines gesellschaftlichen Miteinanders zu erinnern und an die gültigen Corona-Regeln. Natürlich ist eine Sperrung des Parks nicht das geeignete Mittel. Diese dürfte nicht nur sehr schwer umsetzbar sein, sondern auch Eltern und Kinder treffen, für die der Spielpark tagsüber zur Freizeitgestaltung dient.

Die Stadt sollte den Unmut der Anwohnerschaft allerdings sehr ernst nehmen. Situationen können schnell eskalieren, so dass nach der Forderung einer Parksperrung, dann die Idee einer Bürgerwehr aufkommt, die genauso abwegig ist. Von einer solchen Forderung ist es dann auch nicht mehr weit, vermeintliche politische Heilsbringer zu wählen, die versprechen „aufzuräumen“.

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