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Stachel reagiert auf Kritik zu seiner Pressemitteilung "Umwelt-Bürgermeisterin glänzt durch Abwesenheit"

Stachel reagiert auf Kritik zu seiner Pressemitteilung "Umwelt-Bürgermeisterin glänzt durch Abwesenheit"

(tt) Stadtrat Hans Stachel (FREIE WÄHLER) bekam auf Facebook Gegenwind für seine Kritik an Bürgermeisterin Petra Kleine (GRÜNE). Die insbesondere von Mitgliedern der GRÜNEN oder von Sympathisanten der Partei. In einer Pressemitteilung kritisierte der FW-Fraktionsvorsitzende am vergangenen Freitag, kurz nach Ende einer Waldbegehung des Ingolstädter Stadtrates, das Fehlen der GRÜNEN-Bürgermeisterin diesem Termin (Siehe auch diese Berichterstattung Waldbegehung: Stachel kritisiert Bürgermeisterin Kleine).

Am Wochenende machte Stachel in einer Erläuterung an verschiedene Medien, so auch gegenüber O-T(h)öne, seine Position in der Angelegenheit deutlich. Der Fraktionsvorsitzende der FW schrieb: "Als zuständige Chefin und zukünftige inhaltlich Verantwortliche wäre es gut, wenn man bei einem Besuch des Stadtrats in ihrem Zuständigkeitsbereich hätte ins Gespräch kommen können und ihre Pläne und Überlegungen hätte erfahren können. Da hilft es nichts, wenn Sie Tage oder Wochen zuvor auch zu einem medialen Infotermin im Wald war und sich Karten angesehen hat, wie sie an anderer Stelle bereits erwidert hat. Keiner könnte sich vorstellen, dass die zuständige Referentin bzw. der zuständige Referent für Stadtentwicklung bzw. Hoch/Tiefbau bei einer städtischen Baustelllenfahrt nicht mitfährt. Dass sie bzw. er seine Projekte kennt, dessen bin ich mir sicher, seine Sicht der Dinge den Stadträtinnen und Stadträten mitzuteilen und darüber ins Gespräch zu kommen ist ein wesentlicher Aspekt so einer Infoveranstaltung.

Wenn der zuständige Chef etwas zu sagen hat, dann ist das genau der richtige Anlass, um dies mit dem Stadtrat zu teilen. Außerdem ist es für mich auch eine Selbstverständlichkeit, als neuer, aber auch als alter Chef an der Seite meiner Mitarbeiter zu stehen, wenn der Stadtrat zu Besuch kommt. Das kann man natürlich anders sehen - wenn man eine andere Einstellung zum Umgang mit Mitarbeitern, Themen, Rollen und dem Stadtrat hat.

Wäre es denkbar, dass der Stadtrat das Theater besichtigt und der Intendant nicht dabei ist mit dem Argument, er kenne das Theater? Oder der Stadtrat als Ganzes die INVG besucht und der Chef H. Frank wäre nicht da. (wohlgemerkt mit der Begründung er kennen seinen Betrieb.

Im Zuge der Diskussion zu diesem Thema ist noch was zu sagen. Dass sich Frau Janice Gondor, als jüngste städtische Mitarbeiterin und als externer Zugang in das direkte Umfeld unserer Bürgermeisterin in sozialen Medien mir als Stadtrat gegenüber äußert, ich solle mich wegen meiner Kritik schämen, ist schon ein starkes Stück und zeugt von keiner Erfahrung im Umgang mit gewählten Bürgervertretern und ihrer neuen Stellung als städtischer Mitarbeiterin. So weit ist es schon gekommen, dass wir vorher um Erlaubnis bei einer städtischen Angestellten bitten müssen, wenn wir das Verhalten der Bürgermeisterin aus unserer Sicht kritisch begleiten. Das ist auch was Neues.

Vielleicht wird demnächst für die „Neuen“ im Rathaus mal ein Grundkurs „Umgang in sozialen Medien“, „Etikette für städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ und „Aufgaben des Stadtrats“ abgehalten.  Als Seiteneinsteigerin mit persönlicher Beziehung gibt es sicher auch noch andere Themen, die erklärt werden müssen, bevor die Arbeit aufgenommen werden kann. Ausgebildete Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter, die wir zahlreich hätten, bringen dieses Handwerkszeug bereits mit. Den bisherigen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird somit eine Entwicklungschance auf interessante Stellen genommen – was ein schlechtes Signal intern ist. Die momentane Einstellungspraxis wäre vor einem Jahr medial und politisch in der Luft zerrissen und als Spezlwirtschaft gebrandmarkt worden – zurecht! (Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu auch diese Berichterstattung: Büroleiterin von Bürgermeisterin Kleine kritisiert FW-Fraktionschef Stachel auf Facebook)

Mit meiner kritischen Meinungsäußerung - auch gegenüber dem Handeln unserer Bürgermeisterin - mache ich nichts anderes, als Frau Bürgermeisterin Kleine jahrzehntelang als Stadträtin getan hat. Was daran jetzt plötzlich schlechter Stil ist, sollte auch mal erklärt werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Einstecken anders anfühlt, wie Austeilen. Davon kann ich ein Lied singen, wenn ich an die letzte Sitzung des Stadtrats und die Einlassungen von OB Scharpf und einiger Stadtratskollegen gegenüber meiner bzw. unserer ablehnenden Haltung zu den Kammerspielen denke.

Da ist professioneller Umgang mit der Person und der unterschiedlichen Meinung und Rolle gefordert. Dann schmeckt auch das gemeinsame Bier danach. So sollte es sein. Herr Oberbürgermeister Scharpf kann das - ich hoffentlich auch".

Quelle des Textes, gemäß Richtlinie 1.3 des Pressekodex: Mitteilung von Stadtrat Hans Stachel an verschiede Ingolstädter Medien

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