Stadt Ingolstadt versucht „Immowelt“-Studie zu relativieren

Stadt Ingolstadt versucht „Immowelt“-Studie zu relativieren

(ot) Zur aktuellen „Immowelt“-Studie, die für Ingolstadt im Zeitraum von 2009 bis 2019 eine Mietsteigerung von 52 Prozent ausweist, nimmt die Stadt Ingolstadt in einer Pressemitteilung wie folgt Stellung:

"Laut einer aktuellen Untersuchung des Immobilienportals „immowelt“ sind die Mieten in Ingolstadt in den vergangenen zehn Jahren um 52 Prozent gestiegen. Kostete der Quadratmeter im Jahr 2009 im Schnitt 7,70 Euro, so betrug die Miete im vergangenen Jahr durchschnittlich 11,70 Euro pro Quadratmeter.

Ingolstadt bewegt sich damit bei der Mietpreissteigerung auf dem Niveau vergleichbarer bayerischer Städte wie Erlangen (+47 Prozent), Augsburg (+49 Prozent) und Würzburg (+57
Prozent). Nürnberg und Fürth verzeichnen den exakt gleichen Anstieg wie Ingolstadt (+52 Prozent). Deutlichere Abweichungen gibt es nur in Regensburg (+40 Prozent) und München (+61 Prozent).

„Immowelt“ untersuchte für die Studie die Entwicklung der Mietpreise in 80 ausgewählten deutschen Großstädten anhand der auf dem Immobilienportal inserierten Wohnungsangebote (30 bis 120 Quadratmeter). Die angegebenen Mietpreise spiegeln den
mittleren Wert der Nettokaltmieten bei Neuvermietungen wider.

Auf dem Ingolstädter Wohnungsmarkt ist seit dem Jahr 2018 eine deutliche Entspannung spürbar. Das belegen die Einschätzungen verschiedener externer Institutionen. So bescheinigte im Herbst 2019 zum Beispiel der „Immobilienverband Deutschland“ eine „Beruhigung der Preisspirale für Kauf- und Mietobjekte in Ingolstadt“.

Die jetzt festzustellende Seitwärtsbewegung bei den Mietkosten ist auch auf die umfangreichen Maßnahmen von städtischer Seite im Bereich des Wohnungsbaus zurückzuführen. Neben der kontinuierlichen Ausweisung neuer Baugebiete wurden auch
zwei Sonderbauprogramme aufgelegt.

Alleine im öffentlich geförderten Bereich wurden insgesamt 3.300 Wohnungen im Rahmen der beiden Sonderbauprogramme beschlossen. So liegt zum Beispiel auch die durch
Miete der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) aktuell bei 5,86 Euro pro Quadratmeter. Die Mietpreise der GWG hatten auf die aktuelle „immowelt“-Studie keinen
Einfluss, da als Basis für die Erhebung nur Wohnungsangebote des Portals untersucht wurden.

Laut den amtlichen Zahlen wurden in Ingolstadt von Januar bis November 2019 Baugenehmigungen für 1.187 Wohnungen erteilt. Inklusive Dezember wird von rund 1.300 genehmigten Wohnungen ausgegangen.

Zum Thema „Mieten und Wohnungen“ betonte Oberbürgermeister Christian Lösel in seiner Neujahrsrede: „Wir werden nicht nachlassen. Wir weisen weiterhin neue Baugebiete aus und
bauen geförderten Wohnraum!“ Ein Augenmerk soll dabei insbesondere auch auf kleinere Wohneinheiten, wie Studentenwohnungen und Appartements gelegt werden.

Ingolstadt steht, bezogen auf die Zahl an geförderten Wohnungen pro Einwohner, bereits jetzt auf dem ersten Platz in Bayern. Im Vergleich mit den acht größten Städten verfügen wir mit fast 9 Prozent über den höchsten Anteil an gefördertem Wohnraum. Diese „Ingolstädter Sozialwohnungsquote“ soll bis zum Jahr 2026 bis auf 11 Prozent ausgebaut werden.

Stadt Ingolstadt, Presse- und Informationsamt, Pressemitteilung vom 16.1.2020

Datenschutz

Diese Webseite verwendet Cookies. Einige Funktionen (z.B. eingebundene Videos) können ohne den Einsatz dieser Cookies nicht angeboten werden.

Weitere Infos zum Datenschutz