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Stadtrat Ingolstadt: Sitze werden neu verteilt

Nach dem Austritt von Stadtrat Matthias Schickel aus der CSU-Fraktion im Ingolstädter Stadtrat kommt es zu weitreichenden Änderungen in der Besetzung städtischer Gremien. Das teilte das Hauptamt der Stadt nach mehreren Medienanfragen mit.

Mit dem Fraktionsaustritt verlor Schickel kraft Gesetzes sämtliche Sitze in Ausschüssen, Beiräten und Kommissionen, die er bislang für die CSU innehatte. Betroffen sind sowohl ordentliche Mitgliedschaften als auch Stellvertreterfunktionen. Dazu zählen unter anderem der Ausschuss für Kultur und Bildung, der Jugendhilfeausschuss einschließlich Unterausschuss Jugendhilfeplanung, der Ausschuss für Verwaltung, Personal und Recht, der Ausschuss für Finanzen sowie weitere Fach-, Beirats- und Beratungsgremien. Auch Funktionen im Ferienausschuss, im Gestaltungs- und Planungsbeirat sowie im Migrationsrat entfallen.

Darüber hinaus bereitet die Stadt für die Stadtratssitzung am 11. Februar 2026 die Abberufung Schickels aus Gremien von Beteiligungsunternehmen, Zweckverbänden und sonstigen Einrichtungen vor, in die er auf Vorschlag der CSU-Fraktion entsandt worden war. Dazu zählen mehrere Aufsichtsräte städtischer Gesellschaften, Verbandsversammlungen von Zweckverbänden sowie Kuratorien und Stiftungsräte kultureller und sozialer Einrichtungen. Die frei werdenden Sitze sind von der CSU-Fraktion neu zu besetzen.

Der Fraktionsaustritt macht zudem eine Neuberechnung der Sitzverteilung in weiteren Gremien erforderlich. In drei Fällen gehen Sitze, die bislang der Fraktionsgemeinschaft FW/FDP/JU zustanden, künftig direkt an die UWG-Fraktion. Betroffen sind der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, der Zweckverband Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt sowie der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Großraum Ingolstadt VGI AöR.

In fünf weiteren Gremien ist ein Losentscheid erforderlich. Dabei entscheidet das Los ausschließlich zwischen der Ausschussgemeinschaft FW/FDP/JU und der Ausschussgemeinschaft LINKE/ÖDP/Werner über jeweils einen Sitz. Parallel dazu entfällt in diesen Gremien jeweils ein bisheriger Sitz der Ausschussgemeinschaft UWG/ÖDP, da diese künftig nicht mehr besteht. Dieser Sitz geht unabhängig vom Losverfahren fest an die UWG-Fraktion. Vom Losverfahren betroffen sind das Kuratorium der Volkshochschule, die Aufsichtsräte der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt mbH und des Klinikums Ingolstadt, der Verbandsausschuss des Zweckverbands Zentralkläranlage sowie der Stiftungsrat des Heilig-Geist-Spitals.

In zwei weiteren Gremien entfallen sowohl der bisherige Sitz der Ausschussgemeinschaft UWG/ÖDP als auch ein zusätzlicher Sitz der CSU-Fraktion. Diese Mandate stehen künftig der UWG-Fraktion sowie der Ausschussgemeinschaft LINKE/ÖDP/Werner zu. Betroffen sind der Aufsichtsrat der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH und die Verbandsversammlung des Zweckverbands Müllverwertungsanlage.

Zusätzlich verändert sich die Sitzverteilung in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Zentralkläranlage: Einer der bislang drei Sitze der SPD-Fraktion fällt künftig der UWG-Fraktion zu.

Noch offen ist die genaue Neuberechnung der Fraktionszuwendungen. Nach Angaben der Stadt wird es jedoch zu einer Reduzierung der Zuwendungen an die CSU-Fraktion sowie zu einer Erhöhung der Zuwendungen an die UWG-Fraktion kommen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Nachfrage bei der Stadt Ingolstadt.

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