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Stadtrat Schickel: Einmal CSUler – weiter CSUler

Der Ingolstädter CSU-Stadtrat Matthias Schickel hat gegenüber dem Nachrichtenportal O-T(h)öne klargestellt, dass er seine 39-jährige CSU-Mitgliedschaft fortführt. Wie bereits berichtet, kandidiert Schickel 2026 nicht mehr auf der CSU-Stadtratsliste.

Stadtratskandidat auf Platz 26

Die Entscheidung hängt eng mit der Listenaufstellung zusammen. Für die Wahl im kommenden Jahr erhielt Schickel Platz 26. 2020 war er noch von Rang 11 ins Gremium eingezogen. Neben der Platzierung nannte der 56-Jährige Ende Juli gegenüber O-T(h)öne auch berufliche Belastungen als Grund: Schulleitung, Ehrenämter – Dinge, die er als erfüllender beschreibt als das Stadtratsmandat in jüngster Zeit.

Roter Teppich der SPD

Sein Rückzug weckte sofort Interesse bei anderen Fraktionen. Als einer der Ersten breitete SPD-Fraktionschef Christian De Lapuente den roten Teppich aus: „Wenn CSUler meinen, sie seien bei der SPD gut aufgehoben, finden diese immer eine offene Türe.“ Auch Christian Lange von der Unabhängigen Wählerschaft sprach Schickel, nach dessen Auskunft, an. Der CSU-Stadtrat betont allerdings, er selbst habe keinen Kontakt zu anderen Parteien oder Fraktionen gesucht.

Noch zwei Jahre

In der restlichen Zeit der Stadtratsperiode möchte Schickel als Mitglied der CSU-Stadtratsfraktion das Thema der touristischen Vermarktung Ingolstadts weiter voranbringen – auch mit Blick auf die reiche Stadtgeschichte.

Vom künftigen Stadtrat erwartet er mehr Zusammenarbeit statt Gegeneinander, dies über die Parteigrenzen hinweg. Weitsicht und Strategie seien vor allem in der Bildungspolitik nötig, betont Schickel, auch mit Blick auf die regionale Zusammenarbeit. Dringlich ist für ihn zudem die Gesundheitsvorsorge. „Denn ohne Gesundheit ist alles nichts, da muss ich dem Arzt und SPD-Stadtrat Anton Böhm recht geben“, so Schickel.

Keine neue Partei

Mit seinem klaren Bekenntnis beendet Schickel die von anderen Parteien angeheizte Diskussion um einen möglichen Wechsel. „Erst mal in die Berge“, hatte er gesagt. Jetzt ist er zurück. Und die CSU kann weiter auf ihn zählen. Bis März 2026 als Stadtrat, dann als Mitglied.

Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.

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