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Die Stadtratswahl verschiebt das Kräfteverhältnis im Ingolstädter Rathaus deutlich. Nach dem vorläufigen Ergebnis bleibt die CSU zwar stärkste Kraft, doch die AfD rückt erstmals auf Platz zwei vor. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,0 Prozent.
Die CSU erzielt 30,3 Prozent der Stimmen und stellt künftig 15 der insgesamt 50 Stadträte. Damit legt sie gegenüber der Kommunalwahl 2020 zu, als sie 13 Mandate erreicht hatte. Im Wahlkampf hatte die Partei das Ziel „15 plus X“ Sitze ausgegeben.
Die AfD kommt auf 16,0 Prozent und acht Mandate. 2020 war sie mit vier Sitzen in den Stadtrat eingezogen. Die Partei hatte angekündigt, ihre Mandatszahl verdoppeln zu wollen – dieses Ziel erreicht sie nun.
Die SPD erhält 14,8 Prozent der Stimmen und kommt auf sieben Sitze. Bei der Wahl 2020 hatte sie noch neun Mandate erreicht. Als Ziel hatte die Partei sieben bis neun Sitze ausgegeben.
Auch die Grünen verlieren gegenüber der vergangenen Wahl. Sie erreichen 12,9 Prozent und sechs Sitze, nachdem sie 2020 noch acht Mandate errungen hatten. Im Wahlkampf hatten sie zehn Sitze angestrebt.
Die Freien Wähler erreichen 9,1 Prozent und fünf Sitze. Bei der letzten Kommunalwahl waren es vier Mandate gewesen. Ihr Ziel waren fünf bis sechs Sitze.
Die Linke kommt auf 5,4 Prozent und drei Sitze, nach zwei Mandaten im Jahr 2020. Die Partei hatte vier Sitze angestrebt.
FDP, UWG und ÖDP erhalten jeweils zwei Mandate. Alle drei Gruppierungen hatten im Vorfeld den Fraktionsstatus mit mindestens drei Sitzen als Ziel formuliert und verfehlen diese Marke nach dem vorläufigen Ergebnis.
Langfristiger Trend im Stadtrat
Ein Blick auf die Entwicklung seit 1990 zeigt deutliche Veränderungen im politischen Gefüge des Stadtrats.
Die CSU stellte 1990 noch 23 Stadträte und erreichte in den Jahren 1996 und 2002 jeweils 26 Mandate. Nach einem deutlichen Rückgang in den vergangenen Jahren – zuletzt 13 Sitze im Jahr 2020 – kommt sie nun wieder auf 15 Mandate.
Die SPD war Anfang der 1990er Jahre deutlich stärker vertreten. 1990 kam sie auf 16 Mandate, danach sank ihre Stärke schrittweise. Über 13 Sitze 1996 und 12 Sitze 2002 ging die Zahl der Mandate weiter zurück. Nach zehn Sitzen 2008 und 2014 sowie neun Mandaten 2020 erreicht sie nun sieben Mandate.
Die Freien Wähler entwickelten sich zeitweise zur stärksten kommunalen Gruppierung neben den großen Parteien. Nach vier Sitzen 1990 und 1996 steigerten sie ihr Ergebnis zunächst auf sechs Mandate im Jahr 2002 und erreichten 2008 mit acht Sitzen ihren bisherigen Höchststand. Danach ging ihre Stärke wieder zurück. Nach fünf Sitzen 2014 und vier Mandaten 2020 liegen sie nun bei fünf Sitzen.
Die Grünen spielten Anfang der 1990er Jahre im Stadtrat noch eine kleinere Rolle. 1990 erreichten sie zwei Sitze, 1996 und 2002 jeweils drei Mandate. In den folgenden Jahren bauten sie ihre Präsenz schrittweise aus und kamen 2014 auf fünf Sitze. Bei der Wahl 2020 erzielten sie mit acht Mandaten ihr bislang bestes Ergebnis, nun sind sie mit sechs Sitzen im neuen Stadtrat vertreten.
Der Ingolstädter Stadtrat umfasst insgesamt 50 Sitze. Einige Stadtratsmitglieder schafften den Wiedereinzug in das Kommunalparlament nicht.
Nach dem vorläufigen Ergebnis ziehen folgende Bewerberinnen und Bewerber in den Stadtrat ein:
CSU (15)
Franz Wöhrl – 23.802 Stimmen
Dorothea Deneke-Stoll – 22.705 Stimmen
Alfred Grob – 21.919 Stimmen
Christina Hofmann – 20.329 Stimmen
Christian Lösel – 18.366 Stimmen
Babür Aydeniz – 17.872 Stimmen
Stefan Huber – 17.795 Stimmen
Simona Rottenkolber – 17.438 Stimmen
Albert Wittmann – 16.338 Stimmen
Stephan Ertl – 16.200 Stimmen
Sebastian Knott – 15.918 Stimmen
Christopher Hofmann – 14.994 Stimmen
Thomas Deiser – 14.974 Stimmen
Robert Schidlmeier – 14.047 Stimmen
Brigitte Mader – 13.977 Stimmen
AfD (8)
Oskar Lipp – 17.179 Stimmen
Ulrich Bannert – 15.618 Stimmen
Lukas Rehm – 15.481 Stimmen
Günter Schülter – 15.129 Stimmen
Eva Susanka – 14.875 Stimmen
Felix Wachter – 14.439 Stimmen
Ilse Ziegler – 14.434 Stimmen
Thomas Schmidt – 14.039 Stimmen
SPD (7)
Christian De Lapuente – 18.173 Stimmen
Anton Böhm – 17.702 Stimmen
Quirin Witty – 14.940 Stimmen
Nadine Praun – 14.336 Stimmen
Jörg Schlagbauer – 12.531 Stimmen
Veronika Peters – 9.891 Stimmen
Klaus Mittermaier – 9.769 Stimmen
Grüne (6)
Petra Kleine – 12.840 Stimmen
Christoph Spaeth – 11.734 Stimmen
Agnes Krumwiede – 11.248 Stimmen
Nathalie Argus – 10.526 Stimmen
Barbara Leininger – 9.988 Stimmen
Maria Segerer – 8.076 Stimmen
Freie Wähler (5)
Hans Stachel – 12.724 Stimmen
Markus Reichhart – 9.287 Stimmen
Lisa Stachel – 7.851 Stimmen
Stefan König-Freiherr von Godin – 7.243 Stimmen
Angela Mayr – 6.203 Stimmen
Die Linke (3)
Eva Bulling-Schröter – 6.999 Stimmen
Caroline Klapper – 6.855 Stimmen
Malik Diao – 6.281 Stimmen
FDP (2)
Karl Ettinger – 9.983 Stimmen
Jakob Schäuble – 8.061 Stimmen
UWG (2)
Matthias Schickel – 8.488 Stimmen
Christian Lange – 6.230 Stimmen
ÖDP (2)
Fred Over – 5.452 Stimmen
Raimund Köstler – 5.355 Stimmen
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.