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Stadtratswahl: Wie viele Mandate streben die Parteien an?

Der Wahlkampf in Ingolstadt geht in die Endphase, die Briefwahl läuft bereits auf Hochtouren. Am 8. März entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zusammensetzung eines neuen Stadtrats, der ab Mai im Amt sein wird.

Für die Parteien und politischen Gruppierungen auf dem Stimmzettel geht es darum, weiter im Stadtrat vertreten zu sein, um Zugewinne oder erstmals um Fraktionsstärke im neuen Kommunalparlament.

Das Nachrichtenportal O-T(h)öne hat bei Verantwortlichen der Ingolstädter Listen nachgefragt, wieviel Stadtratssitze sie in der jetzigen Wahl anstreben.

Die CSU, derzeit stärkste Kraft im Stadtrat, nennt für die kommende Wahl ein Ziel von „15 plus X“, wie Stefan Huber erklärt. Bei der vergangenen Kommunalwahl erreichte die Partei 13 Mandate.

Die SPD, die 2020 auf neun Sitze kam, strebt nach Angaben von Christian De Lapuente 7 bis 9 Mandate an.

Zulegen wollen BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN. Joachim Siebler nennt als Ziel zehn Mandate. Bei der letzten Wahl erreichte die Partei acht Sitze im Stadtrat.

Die FREIEN WÄHLER streben nach Aussage von Hans Stachel, fünf bis sechs Mandate an. 2020 kam die Partei auf vier Sitze.

Mehrere Wahllisten visieren bei der kommenden Wahl die Fraktionsstärke im Ingolstädter Stadtrat an, für die nach der derzeit gültigen Geschäftsordnung des Stadtrats mindestens drei Mandate erforderlich sind. Dazu zählen die Unabhängige Wählergemeinschaft Ingolstadt (UWG), die FDP sowie die ÖDP.

Die UWG ging während der laufenden Amtsperiode aus dem Zusammenschluss von BGI und UDI hervor; beide Gruppierungen hatten bei der Kommunalwahl 2020 jeweils zwei Mandate erzielt. Michael Mißlbeck nennt für die kommende Wahlperiode den Fraktionsstatus als Ziel.

Die FDP erreichte bei der vergangenen Kommunalwahl zwei Sitze und strebt nach Angaben von Jakob Schäuble künftig auch den Fraktionsstatus an. Auch die ÖDP verfolgt dieses Ziel: Franz Hofmaier nennt drei Mandate als angestrebte Größe, nachdem die Partei 2020 zwei Sitze errungen hatte.

Deutlich wachsen möchte DIE LINKE. Caroline Klapper nennt vier Mandate als Ziel. Bei der Wahl 2020 zog die Partei mit zwei Mandaten in den Stadtrat ein.

Die AfD erklärte jüngst in einer Pressemitteilung, ihre Mandatszahl verdoppeln zu wollen. Ausgehend vom Ergebnis von vier Sitzen im Jahr 2020 entspräche dies künftig acht Mandaten.

Die Junge Union tritt nicht mehr zur Stadtratswahl an. Bei der Kommunalwahl 2020 hatte sie erstmals als Junge Liste zwei Mandate errungen.

Welche der geäußerten Erwartungen sich bei den insgesamt 50 zu vergebenden Sitzen im Ingolstädter Stadtrat erfüllen, entscheidet am Ende allein die Wählerschaft. Noch am Wahlabend dürfte sich zeigen, wie sich die Kräfteverhältnisse künftig verschieben.

Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.

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