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Die Stadtteiltreffs im Augustin-, Konrad- und Piusviertel sollen trotz der Finanzkrise erhalten bleiben. Nach einer vertieften Prüfung kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass sich dort kaum noch sinnvoll sparen lässt, ohne einen Standort aufzugeben. Mehr Einnahmen sollen nun höhere Raum- und Teilnahmegebühren bringen – höchstens 9000 Euro im Jahr für alle drei Einrichtungen zusammen.
Der Ausschuss für Finanzen und Personal berät darüber in seiner morgigen Sitzung. Entscheiden müssen die Stadtratsmitglieder am 29. Juli. Die Sitzungsvorlage, der vollständige Prüfbericht und die Präsentation sind im öffentlich zugänglichen Ratsinformationssystem der Stadt abrufbar.
Ingolstadt verfügt für 2026 über keinen genehmigten Haushalt. Damit gelten die Regeln der vorläufigen Haushaltsführung, Ausgaben müssen besonders streng begründet werden. Mit dem Dachbeschluss zur Haushaltssicherung hatte der Stadtrat die Verwaltung im Dezember beauftragt, freiwillige Einrichtungen auf weitere Einsparmöglichkeiten zu prüfen.
Bei den drei Stadtteiltreffs wurden seit 2024 in vier Schritten Kürzungen bei Personal und Sachmitteln von fast 300.000 Euro beschlossen. Weitere Einsparungen seien, abgesehen von Schließungen, weder möglich noch sinnvoll, heißt es in der Vorlage.
Eine Aufgabe der Einrichtungen könnte zudem teuer werden. In den Treffs sind Fördermittel von zusammen 2,257 Millionen Euro gebunden. Bei Schließungen oder wesentlichen Änderungen der Nutzung könnten Rückforderungen fällig werden. Ein Teil der Gebäude- und Unterhaltskosten bliebe dennoch bestehen.
Die drei Einrichtungen kamen 2025 auf mehr als 4600 Veranstaltungen, über 64.000 Kontakte und mehr als 12.000 Belegungsstunden. Zehn Beschäftigte teilen sich 5,7 Vollzeitstellen. Hinzu kommen 220 Ehrenamtliche und 44 Übungsleiter.
Bei den Gebühren warnt die Verwaltung vor einer zu starken Erhöhung. Werden Kurse und Räume zu teuer, könnten Teilnehmer und Gruppen ausbleiben. Zusätzlich sollen Spenden, Sponsoring und Förderprogramme stärker genutzt werden.
Gleichzeitig hält die Verwaltung an der geplanten Filiale des Piusviertel-Treffs in der Stinnesstraße fest. Vorgesehen sind rund 110 Quadratmeter, eine halbe Stelle, bis zu 25.000 Euro für die Ausstattung und jährlich 25.000 bis 28.000 Euro Sachkosten. Ein abgestimmtes Finanzierungs- und Personalkonzept soll gesondert vorgelegt werden.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.