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Stadttheater: Einsicht in alle Gutachten gefordert

Der Hämerbau ist geschlossen, der Festsaal des Stadttheaters folgt demnächst. Damit rückt eine Entscheidung näher, die für Ingolstadt weit über den Kulturbetrieb hinausreicht. Jetzt werfen die FREIEN WÄHLER die Frage auf, wie belastbar die bisherige Faktenlage eigentlich ist.

Die FW-Stadtratsfraktion verlangt deshalb alle Unterlagen auf den Tisch. Sie fordert von der Verwaltung, dem Stadtrat die vollständigen Entscheidungsgrundlagen zum baulichen Zustand des Hämerbaus und ausdrücklich auch des Festsaals des Stadttheaters vorzulegen. Gemeint sind Gutachten, Prüfberichte, Stellungnahmen und sonstige fachliche Unterlagen.

Klar werden soll vor allem, aus welchen baulichen, statischen, brandschutz- oder sicherheitstechnischen Gründen der Spielbetrieb eingeschränkt oder eingestellt wurde – und ob er künftig ganz oder teilweise wieder möglich sein könnte. Auch die vom Stadtrat beauftragten Leistungen und Erkenntnisse der INKO-Bau sollen vorgelegt werden.

Der Antrag zielt damit auf mehr als Akteneinsicht. Die Verwaltung soll chronologisch darstellen, wann welche Prüfungen stattfanden, welche Mängel festgestellt wurden und welche Entscheidungen daraus folgten. Entscheidend ist die Frage: Was war seit wann bekannt – und welche Konsequenzen wurden daraus gezogen?

Zugleich verlangt die Fraktion eine Übersicht über mögliche Handlungsoptionen. Die Stadt soll aufzeigen, welche Maßnahmen nötig wären, um den Theater- oder Festsaalbetrieb ganz oder teilweise wieder zu ermöglichen. Dazu soll auch eine grobe Kostenschätzung für die Behebung der festgestellten Mängel gehören.

Die FREIEN WÄHLER betonen, sich nicht auf eine bestimmte Lösung festlegen zu wollen. Fraktionsvorsitzender Hans Stachel verweist auf Millionen Euro Steuergeld und einen bedeutenden Kulturstandort. FW-Stadtrat Stefan König macht zudem deutlich, dass Untersuchungen vom Stadtrat längst beauftragt worden seien; nun müsse klar sein, welche Ergebnisse vorliegen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung und einem Antrag der FREIEN WÄHLER Stadtratsfraktion Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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