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Der stellvertretende Ingolstädter CSU-Kreisvorsitzende Christopher Hofmann hat sich in einem Facebook-Beitrag kritisch zur geplanten nächtlichen Schließung der Notaufnahme in Kösching geäußert. „Diese Woche wurde bekannt, dass die Notaufnahme Kösching ab Januar 2026 nun doch – zumindest zwischen 21:00 Uhr und 07:00 Uhr – geschlossen wird“, schreibt Hofmann. Die Entscheidung „setzt die Notfallversorgung am Klinikum Ingolstadt weiter unter Druck“.
Besonders stört Hofmann die fehlende Abstimmung zwischen den beteiligten Institutionen. „Umso irritierender ist es, dass die Stadt Ingolstadt nicht im Vorfeld über dieses Vorgehen zur (Teil-)Schließung […] informiert wurde und auch keine konzeptionelle Abstimmung auf der Ebene der Entscheidungsträger zum Auffangen der wegbrechenden Kapazitäten stattgefunden hat“, hält er fest.
Kern hatte öffentlich betont, er sei vom Zeitpunkt der Ankündigung überrascht worden. Somit hatte der Eichstätter Landrat Alexander Anetsberger (CSU) den Ingolstädter Oberbürgermeister vor der Beschlussfassung im zuständigen Gremium nicht kontaktiert. Dies, obwohl der Eichstätter Kreistag zuvor beschlossen hatte, die Köschinger Notfallversorgung vollständig zu erhalten, bis tragfähige Alternativen vorliegen.
Hofmann verweist zudem darauf, dass die CSU Ingolstadt sich bereits im September „klar zur Situation der Gesundheitsversorgung in Ingolstadt positioniert“ habe und dafür „überregional kritisiert“ worden sei. Die aktuellen Entwicklungen sieht er als Bestätigung dieser Linie: „Der richtigerweise durch die CSU forcierte Ausbau der Notfallversorgung am Klinikum, bspw. durch Neubau einer Notaufnahme, muss mit Nachdruck vorangetrieben werden.“ Eine finanzielle Beteiligung des Landkreises Eichstätt hält er für selbstverständlich: „Eine entsprechende finanzielle Beteiligung […] muss hier selbstverständlich sein!“
Am Ende seines Beitrags formuliert Hofmann einen grundsätzlichen Anspruch: „Die Gesundheitsversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger darf nicht zum Spielball politischer Entscheidungen werden!“
Die Reaktionen aus Ingolstadt zeigen, dass die Frage der regionalen Abstimmung weiterhin ungelöst ist. Die sichtbar gewordene Informationslücke deutet darauf hin, dass die angekündigte engere Zusammenarbeit in der Region bislang nicht trägt.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.
