Anzeige

Stimmung im Einzelhandel verschlechtert sich

Die Lage im deutschen Einzelhandel hat sich zu Jahresbeginn weiter eingetrübt. Das ifo Geschäftsklima sank im Februar auf minus 27,7 Punkte, nach minus 24,1 Punkten im Januar.

Nach Angaben des ifo Instituts beurteilten viele Händler vor allem ihre aktuelle Geschäftslage schlechter als im Vormonat. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben überwiegend pessimistisch. Besonders deutlich kühlte sich die Stimmung in einigen Branchen ab, darunter im Möbelhandel und im Bekleidungseinzelhandel. Eine leichte Verbesserung meldeten dagegen Lebensmitteleinzelhändler und Autohäuser.

Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen fällt die Einschätzung der Händler deutlich negativer aus. Sowohl bei der aktuellen Geschäftslage als auch bei den Erwartungen zeigen sich Einzelhändler pessimistischer als Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor oder in der Bauwirtschaft. Zugleich planen etwas mehr Händler, ihre Preise in den kommenden Monaten zu erhöhen. Besonders Möbelhäuser und Lebensmitteleinzelhändler rechnen häufiger mit steigenden Preisen. Gleichzeitig bauen viele Unternehmen eher Beschäftigung ab als auf, wodurch sich der Fachkräftemangel zuletzt etwas abgeschwächt hat.

Die Einschätzungen der Unternehmen wurden laut ifo Institut noch vor der jüngsten Zuspitzung des Konflikts im Iran Ende Februar abgegeben. Anhaltende geopolitische Risiken und mögliche steigende Energiepreise könnten die Verbraucherstimmung zusätzlich belasten.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

Diesen Beitrag teilen