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Straße nach tödlichem Unfall an Bahnübergang gesperrt

Erst der tödliche Zusammenstoß, dann die Hinweise auf mögliche Probleme an der Signalanlage: In Lindach hat der Markt Manching Konsequenzen gezogen. Die Verbindungsstraße zwischen Lindach, der Staatsstraße 2335 in Richtung Großmehring und Westenhausen ist seit gestern bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt.

Betroffen ist der Bereich am unbeschrankten Bahnübergang Lindach-Westenhausen im Manchinger Ortsteil Lindach. Dort war am Sonntag, 8. Juni, ein Auto mit einer Güterlok zusammengestoßen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord war ein 33 Jahre alter Mann aus Ingolstadt gegen 16.10 Uhr in Richtung Westenhausen unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache übersah er beim Überqueren des Bahnübergangs die herannahende Lok. Das Auto wurde erfasst und mehrere Hundert Meter mitgeschleift, bevor der Zug zum Stillstand kam. Der Fahrer starb an der Unfallstelle.

Der Lokführer und ein Mitfahrer mussten nach einem Schock medizinisch versorgt werden. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Ingolstadt und Regensburg dauerten mehrere Stunden; gegen 21.30 Uhr wurde der Zugverkehr wieder freigegeben. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat ein Gutachten zur Klärung des Unfallhergangs in Auftrag gegeben.Nach Angaben des Marktes Manching gingen in den Tagen nach dem Unglück mehrfach Meldungen aus der Bevölkerung ein. Demnach soll die Lichtzeichenanlage am Bahnübergang gelegentlich erst sehr spät aktiviert worden sein – teils erst, als ein Zug den Übergang bereits querte oder unmittelbar davor. Ob tatsächlich ein technisches Problem vorliegt, wird geprüft. Die Deutsche Bahn untersucht den Fall.

Bereits im August vergangenen Jahres hatte es auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Westenhausen und Lindach einen schweren Unfall gegeben. Zwei junge Männer im Alter von 22 und 23 Jahren starben damals, als ihr Auto an einem unbeschrankten Bahnübergang von einer Regionalbahn erfasst wurde.

Die Straße soll gesperrt bleiben, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind und den Hinweisen nachgegangen wurde. Eine Rolle spielt auch, dass die Strecke derzeit verstärkt als Umleitung genutzt wird – von Ortskundigen, auswärtigen Verkehrsteilnehmern und durch Navigationssysteme.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Marktes Manching und einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord; redaktionell bearbeitet.

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