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In der Adventszeit steigen die Ausgaben für Schokolade und andere Süßigkeiten spürbar. Die Preise lagen im Oktober deutlich über dem Vorjahresniveau. Schokolade verteuerte sich um 21,8 Prozent, Tafeln sogar um 30 Prozent. Für Riegel und ähnliche Produkte wurden rund 16 Prozent mehr fällig. Andere Süßwaren kosteten im Schnitt fünf Prozent mehr; Pralinen stiegen um 22 Prozent, Bonbons blieben weitgehend stabil, Kaugummi und Gummibärchen wurden etwas günstiger.
Die Verbraucherpreise insgesamt legten im selben Zeitraum um 2,3 Prozent zu. Damit entwickelten sich Süßwaren deutlich dynamischer als der Durchschnitt. Ein wesentlicher Grund dafür sind gestiegene Rohstoffkosten, vor allem bei Kakao und Zucker.
Im längerfristigen Vergleich zeigt sich der Trend noch deutlicher. Von 2020 bis 2024 verteuerten sich Kekse um gut 74 Prozent. Schokolade wurde knapp 40 Prozent teurer, andere Süßwaren um 29 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt stiegen im selben Zeitraum um gut ein Drittel.
Bei den Erzeugerpreisen gab es zuletzt unterschiedliche Bewegungen. Zucker war 2024 mehr als doppelt so teuer wie 2020, fiel im Herbst 2024 aber deutlich und blieb danach auf hohem Niveau stabil. Die Preise für Süßwaren ohne Kakao gingen im Oktober 2025 leicht zurück, während Schokoladenprodukte auf Herstellerebene um gut 20 Prozent zulegten.
Der Kakaomarkt bleibt angespannt. Zwar sanken die Importpreise für Bohnen im September 2025 leicht, doch insgesamt befinden sie sich weiterhin auf außergewöhnlich hohem Niveau. Vorausgegangen waren Rekordsteigerungen im Jahr 2024. Missernten in Westafrika führten zudem zu einem spürbaren Rückgang der Einfuhren: Von Januar bis September 2025 importierte Deutschland 16,8 Prozent weniger Kakao als im Vorjahreszeitraum. Côte d’Ivoire blieb wichtigstes Herkunftsland.
Der Konsum verändert sich nur geringfügig. Der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker sank zuletzt auf 30,4 Kilogramm. Beim Kakao blieb der Wert stabil bei gut drei Kilogramm pro Kopf.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.
