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Teure Energie treibt Importpreise um 6,1 Prozent

Strom, Öl und wichtige Vorprodukte aus dem Ausland haben sich binnen eines Jahres deutlich verteuert. Im Juni lagen die Preise für nach Deutschland eingeführte Waren im Durchschnitt 6,1 Prozent höher als im Juni 2025. Gegenüber Mai gingen sie allerdings um 0,7 Prozent zurück.

Der stärkste Preisdruck kam von der Energie. Importierte Energieträger waren 23,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Besonders deutlich stiegen die Preise für Strom aus dem Ausland: Er verteuerte sich um 70,8 Prozent. Mineralölerzeugnisse kosteten 36 Prozent mehr, Erdöl 32,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt sieht darin weiterhin Folgen des Iran-Kriegs.

Auch Vorleistungsgüter, die in der Industrie weiterverarbeitet werden, wurden spürbar teurer. Ihre Importpreise lagen 10,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark stiegen die Preise für Nichteisenmetalle, Düngemittel und Kunststoffe. Eingeführtes Kupfer und daraus hergestellte Halbzeuge kosteten gut 30 Prozent mehr als im Juni 2025.

Im Vergleich zum Mai zeigte sich bei der Energie ein anderes Bild. Erdöl wurde 12,6 Prozent günstiger, Mineralölerzeugnisse verbilligten sich um 9,9 Prozent. Auch Diesel, Heizöl, Benzin und Kerosin kosteten weniger. Importierter Strom verteuerte sich dagegen binnen eines Monats nochmals um 12,7 Prozent.

Nicht alle Einfuhren wurden teurer. Landwirtschaftliche Erzeugnisse kosteten im Durchschnitt 6,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Preis für Rohkakao sank um 42,4 Prozent, lebende Schweine waren 32,1 Prozent günstiger. Auch für importierte Lebensmittel musste insgesamt weniger bezahlt werden.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts; redaktionell bearbeitet.

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