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Theologische Fakultät der KU distanziert sich von Ehrenpromotion für Bischof Brems

Theologische Fakultät der KU distanziert sich von Ehrenpromotion für Bischof Brems

(ot) Im Zuge der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs hat die Unabhängige Aufarbeitungskommission des Bistums Eichstätt Ende vergangenen Jahres einen Zwischenbericht zu einem Fall aus den 1960er-Jahren veröffentlicht. Die Theologische Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) hat dies zum Anlass genommen, um das Gedenken an Bischof Alois Brems als Ehrendoktor der Fakultät zu überprüfen. Der 1987 verstorbene Bischof Brems erhielt die Auszeichnung ein Jahr vor seinem Tod.

„Es darf als gesichert gelten, dass sich Bischof Alois Brems in schwerwiegender Weise schuldig gemacht hat. Er trug aktiv dazu bei, dass sich ein mit internationalem Haftbefehl gesuchter Missbrauchstäter der Strafverfolgung in Deutschland durch Untertauchen im Ausland entziehen konnte. Die Theologische Fakultät verurteilt das Agieren von Bischof Alois Brems in diesem konkreten Fall daher mit allem Nachdruck und auf das Schärfste. Es ist eines Doktors der Theologie unwürdig. Die Fakultät distanziert sich daher von der im Jahr 1986 vorgenommenen Ehrenpromotion“, betont Dekan Prof. Dr. Bernward Schmidt in einer Stellungnahme der Theologischen Fakultät.

Die Theologische Fakultät an der KU beschäme der sexuelle Missbrauch in der Katholischen Kirche und sie sei erschüttert über das Fehlverhalten von Bischof Brems. „Auch wenn das Ehrendoktorat von Bischof Brems juristisch mit seinem Tod erloschen ist, steht die Theologische Fakultät zu ihrer Position: Das Verhalten von Bischof Brems in dem genannten Fall ist mit einem Doktortitel in Katholischer Theologie nicht vereinbar“, so Schmidt weiter. Die Theologische Fakultät solidarisiere sich mit den Opfern jeglichen Missbrauchs in der Katholischen Kirche. All denen, die an der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und dahinterstehenden Strukturen arbeiten, spreche sie Anerkennung und aufrichtigen Dank aus.

Quelle: Die Erstellung des Artikels erfolgte unter Verwendung einer Pressemitteilung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU)

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