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Tiefkühlbeeren: Rückrufe weiten sich aus

Tiefkühlbeeren landen schnell im Smoothie, im Müsli oder im Dessert. Genau das kann derzeit zum Problem werden. Immer mehr Händler rufen Beerenmischungen zurück, weil sie möglicherweise mit Noroviren belastet sind. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern sind inzwischen auch Aldi, Lidl und Netto betroffen.

Die Verbraucherschützer kritisieren, dass ein seit Jahren bekanntes Risiko noch immer nicht eindeutig kommuniziert werde. Noroviren überstehen das Einfrieren. Tiefkühlbeeren sollten deshalb vor dem Verzehr gründlich erhitzt werden. Das bloße Auftauen in der Mikrowelle reicht nach Angaben der Verbraucherzentrale nicht aus.

Auf manchen Verpackungen fehle ein klarer Hinweis zum Erhitzen ganz, auf anderen sei er leicht zu übersehen. Zugleich veröffentlichen Händler im Internet Rezepte für Smoothies, Bowls oder Desserts, in denen Tiefkühlbeeren ungegart verwendet werden. Solche Empfehlungen finden sich nach Angaben der Verbraucherzentrale auch bei Unternehmen, die derzeit von Rückrufen betroffen sind.

Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, spricht von widersprüchlichen Signalen. Besondere Vorsicht sei bei Kindern, Schwangeren sowie älteren und kranken Menschen geboten.

Dass weitere Rückrufe folgen, hält die Verbraucherzentrale für wenig überraschend. Produziert ein Hersteller für mehrere Handelsketten, können nach und nach weitere betroffene Produkte bekannt werden. Aus Sicht der Verbraucherschützer sollten Händler deshalb möglichst gleichzeitig und vollständig informieren. Die Verbraucherzentrale hat die betroffenen Unternehmen inzwischen zu ihren Kennzeichnungs- und Informationskonzepten angeschrieben. Sie fordert deutlich sichtbare Hinweise direkt auf den Verpackungen und einheitliche Empfehlungen auch in Rezeptdatenbanken und anderen digitalen Angeboten. Aktuelle Rückrufe sind auf Lebensmittelwarnung.de aufgeführt.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Verbraucherzentrale Bayern; redaktionell bearbeitet.

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