UDI-Fraktionsvorsitzende, Dorothea Soffner zu "Die Ingolstadt GmbH"

UDI-Fraktionsvorsitzende, Dorothea Soffner zu "Die Ingolstadt GmbH"

(tt) In Bezug auf die jüngste Berichterstattung von CORRECTIV, mit dem Titel "Die Ingolstadt GmbH"
(https://correctiv.org/top-stories/2019/07/29/die-ingolstadt-gmbh-korruption/), hat O-T(h)öne die Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Ingolstädter Demokraten (UDI), Dorothea Soffner, um eine Einschätzung und Stellungnahme, zur Veröffentlichung des gemeinnützigen Recherchezentrums, gebeten.

UDI-Fraktionsvorsitzende, Dorothea Soffner, äußert sich gegenüber O-T(h)öne wie folgt:

„Als langjährige - und ich behaupte engagierte und interessierte - Aufsichtsrätin des Klinikums macht mich die Berichterstattung betroffen. Und sie hat die vielen Sitzungen in 2016, teilweise bis weit nach Mitternacht, abgenommene Handys und persönliche Zahlungsverpflichtungen bei Indiskretion sehr präsent gemacht, als der Aufsichtsrat endlich von diesen ganzen Vorgängen erfahren hat.

Die Berichterstattung besteht aus einer Mischung von erschreckenden Fakten (erschreckend, weil man dem System keinen Einhalt geboten hat) und wilden Spekulationen, von denen ich aus Anwesenheit weiß, dass sie unrichtig oder nur zur Hälfte wahr sind und das ist eigentlich schade, denn es mindert die Qualität des Berichts deutlich.

In allen streng hierarchischen Strukturen, wo einzelne noch etwas möchten - z.B. einen Listenplatz, ein Pöstchen, einen Wissensvorsprung - wird über Missstände in den eigenen Reihen und der Führung hinweggesehen, egal ob es um Mobbing, Übergriffigkeit, Mauschelei oder persönliche Vorteilsannahme geht.

So ein System kann man akzeptieren und sich wegducken, sich anschleimen und versuchen selbst zu profitieren, sich daran aufreiben - oder es verlassen, so wie ich es 2017 getan habe.

Letztlich müssen sich Strukturen und Akteure ändern zum Wohle unserer Stadt. Zu den konkreten Inhalten des Berichts darf ich mich nicht äußern, nur bemerken, dass da jemand sehr, sehr, nah dran ist und erstaunlich viele Insiderinformationen hat – das ist eine Tatsache.

Aufsichtsräte sollten nicht politisch besetzt sein, da sie oft in den Fraktionen ohnehin nicht berichten dürfen, aber deutlich besser qualifiziert sein sollten. Oft ist Spezialwissen von Nöten, dass man sich -wie im Falle eines Krankenhauses- hart erarbeiten muss.

Mein Ruf nach Fortbildung verhallte viele Jahre ungehört. So war z.B. auch lange ein Irrglaube, den Aufsichtsrat des Klinikums vorwiegend mit politischen Medizinern zu besetzen. Dabei geht es hier vorwiegend um strategische und wirtschaftliche Themen. Kaufmännischer und juristischer Sachverstand sind von Nöten und vor allen Dingen Zeit, sich in die komplexen Sachverhalte und Abschlüsse einzufuchsen.

Die Bürgerinnen und Bürger sollten gegen dieses System, die wichtigsten Bausteine ihrer kommunalen Daseinsvorsorge Stadträten zu überlassen - schlimmsten Falls wie Herrn Okorafour, der sein Mandat wegen seines Verhaltens und nicht irgendeines inhaltlichen Themas verloren hat - rebellieren."

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