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Gut jeder Siebte in Bayern konnte sich 2024 keinen einwöchigen Urlaub leisten – aus finanziellen Gründen. Das geht aus einer Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor. Besonders betroffen: Alleinlebende und Alleinerziehende.
Nach den Ergebnissen der Erhebung EU-SILC, die in den Mikrozensus integriert ist, sahen sich 14 Prozent der Bevölkerung in Bayern außerstande, eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. Im Bundesdurchschnitt lag der Anteil höher – bei 21 Prozent.
Für Alleinlebende war die Belastung deutlich größer: Etwa jede fünfte Person in dieser Gruppe konnte sich keinen Urlaub leisten. In Haushalten von Alleinerziehenden war es sogar nahezu jede dritte Person.
Preisentwicklung verstärkt die Lage. Laut Verbraucherpreisstatistik sind Reisen seit 2019 deutlich teurer geworden. Während Pauschalreisen ins Inland im Vergleich zum Vorjahr leicht günstiger wurden, stiegen die Preise für solche Reisen seit 2019 um knapp 27 Prozent. Pauschalreisen ins Ausland wurden seitdem um 18 Prozent teurer. Noch deutlicher fällt der Anstieg bei internationalen Flügen aus: plus 55 Prozent im Vergleich zu 2019.
Im europäischen Vergleich steht Bayern jedoch besser da: EU-weit können sich 27 Prozent der Bevölkerung keinen Urlaub leisten. Deutschland liegt mit 21 Prozent unter diesem Schnitt, Bayern noch darunter.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik.
