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US-Zölle: Süddeutschland trägt die Hauptlast

Die neuen US-Zölle von 15 Prozent auf EU-Waren treffen Deutschlands Regionen ungleich hart. Das zeigt eine Studie des ifo Instituts, das die Folgen für Landkreise und kreisfreie Städte untersucht hat. Besonders belastet werden Industriezentren im Süden und in Teilen Mitteldeutschlands, während einige Dienstleistungsstandorte leichte Vorteile verbuchen.

Am stärksten dürften Salzgitter, Dingolfing-Landau, Wolfsburg, Böblingen und Ingolstadt betroffen sein. Dort erwarten die Forschenden Wertschöpfungsverluste zwischen knapp einem und gut einem Prozent. Die Rückgänge konzentrieren sich auf Regionen mit starkem Automobil- und Metallsektor. Potsdam, der Main-Taunus-Kreis, Cottbus und Bonn könnten hingegen moderat profitieren.

Die Studie führt die Unterschiede vor allem auf die lokale Wirtschaftsstruktur zurück. Dienstleistungsregionen könnten Marktanteile hinzugewinnen, während das Verarbeitende Gewerbe vielerorts unter Druck gerät. Mittelfristig, so die Einschätzung der Forschenden, könnte sich wirtschaftliche Aktivität von industriellen zu dienstleistungsorientierten Standorten verlagern.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des ifo Instituts.

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