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VdK begrüßt Vorstoß zum Sozialstaat

Der Sozialverband VdK unterstützt ein neues Grundsatzpapier der SPD-Bundestagsfraktion und fordert eine grundlegende Reform des Sozialstaats. Dieser müsse „mutig neu gedacht werden“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Dienstag.

Anlass ist ein Beschlusspapier, das die SPD-Fraktion bei ihrer Jahresauftaktklausur 2026 unter dem Titel „Zusammen ist unsere Stärke“ verabschiedet hat. Darin erkennt der VdK ein Bekenntnis zu einem solidarischen und zukunftsfähigen Sozialstaat.

Bentele warnte zugleich vor einer politischen Debatte, die Bürgerinnen und Bürger, die den Sozialstaat finanzieren, als „zu teuer oder faul“ diffamiere. Politik dürfe keinen Generalverdacht schüren und müsse stattdessen Privilegien in den Blick nehmen. Eine Entsolidarisierung gefährde das Vertrauen in den Sozialstaat und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Strukturreformen dürften sich nach Auffassung des VdK nicht auf Einsparungen bei einzelnen Gruppen beschränken. Notwendig seien vernetzte Maßnahmen, die das System insgesamt gerechter und langfristig tragfähig machten. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Teile der Bevölkerung zu Sündenböcken würden.

Positiv hebt der Verband hervor, dass das SPD-Papier soziale Politik ausdrücklich in Bereichen wie Menschen mit Behinderungen, Gesundheit und Pflege verortet. Dort zeige sich im Alltag, wie leistungsfähig staatliche Unterstützung sei.

Der Sozialverband VdK zählt nach eigenen Angaben mehr als 2,3 Millionen Mitglieder und versteht sich als sozialpolitische Interessenvertretung. Er berät in sozialrechtlichen Fragen und vertritt Mitglieder vor Sozialgerichten.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des VdK; redaktionell bearbeitet

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