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Es sind drei Wörter, die viele Fragen offenlassen: „Im Augenblick ja.“ CSU-Stadtrat Matthias Schickel beantwortet Nachfragen zu seiner politischen Zukunft ausweichend – und bleibt damit präsent im Ingolstädter politischen Machtgefüge. Zwischen Rückzug und Rückhalt lässt er bewusst Lücken – und füllt sie mit Wirkung.
Vor wenigen Tagen kündigte Schickel an, 2026 nicht mehr auf der CSU-Liste zu kandidieren. Ob er sich politisch neu orientiert oder ganz aus dem Stadtrat ausscheidet, ließ er gegenüber dem Nachrichtenportal O-T(h)öne offen. Zunächst wolle er „bergwandern“, sagte er – dann werde man weitersehen.
Diese Aussage blieb nicht folgenlos. Innerhalb der CSU, im Stadtrat und auch in Teilen der Stadtgesellschaft wird seitdem diskutiert: Verbleibt der Stadtrat in der CSU-Fraktion? Verlässt er gar die CSU?
O-T(h)öne fragte bei Schickel nach – und erhielt erneut vage Antworten. Ob er Mitglied der CSU bleibe? „Im Augenblick ja.“ Ob er der CSU-Fraktion weiter angehöre? „Im Augenblick ja.“ Mehr sagte er nicht. Eine eindeutige Absage an einen Wechsel klingt anders.
In einem Facebook-Beitrag vom 31. Juli äußerte sich Schickel ausführlicher – persönlich im Ton, politisch weiterhin vage. Er beschreibt ein langes inneres Ringen, spricht von Enttäuschung über seine Listenplatzierung und davon, dass seine „provokant-emotionale Art“ parteiintern als schwierig empfunden worden sei. Seine Themen – Kultur, Bildung, Schule – wolle er weiterhin vertreten. Wo und in welcher Form, ließ er offen.
Konkrete Hinweise auf einen Rücktritt oder Parteiwechsel gibt es nicht. Doch Schickels Kommunikation folgt einem Muster: Er beantwortet nicht – und verstärkt damit die Wirkung seiner Worte.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.
