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Vision: Ingolstadt 2050 sozial

Vision: Ingolstadt 2050 sozial

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Veröffentlichung erfolgt nicht redigiert und ungekürzt. Die Verantwortung für den Inhalt trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Stadtrat Raimund Köstler (ÖDP)

Pflegeheim in einem Ingolstädter Ortsteil: Ein  Bewohner  sitzt in einer Bushaltestelle davor und warte darauf, was passiert. Er sitzt dort jeden Tag. Es ist für ihn der Platz, um den Kontakt zu seiner Umwelt zu halten. Vielleicht hat er ja auch mal in diesem Ortsteil gewohnt und hofft nun, dass jemand vorbeikommt den er noch kennt. Aber auch andere Passanten sind jederzeit herzlich willkommen, mit ihm ein Gespräch zu beginnen.

Derzeit beschäftigt sich der Ingolstädter Stadtrat mit vielen Themen, die in den letzten Jahren liegen geblieben sind. Eines der Themen, das 2001 das letzte Mal bearbeitet wurde, ist eine Strategie für die Zukunft der Stadt. Hier ist dringend Bedarf neue Ideen zu entwickeln und die wirklichen Ziele der Stadt zu definieren.

Gerade Corona hat gezeigt, dass bestehende Geschäftsmodelle der Stadt nicht  funktionieren. Dazu gehört die Abhängigkeit von einer einzigen Industrie sowie die Zentralisierung von Serviceleistungen, die mit einem Lockdown komplett zusammenbricht. Unabhängigkeit, Vielfältigkeit und soziale Teilnahme sind nun wichtige Kriterien für eine positive Stadt Entwicklung.

Bezogen auf das Beispiel Pflegeheim bedeutet dies, dass es möglich sein muss auch im Pflegeheim den Kontakt zu seinem  Umfeld, zu seiner Heimat, zu seinem Ortsteil zu bewahren. Wir benötigen deshalb Pflegeeinrichtungen in allen Stadtteilen, und dort an einem zentralen Platz. Dadurch ist es möglich die Bewohner in ihrem bekannten und geliebten Umfeld zu pflegen.

Ich für mich würde mir wünschen, dass es vor Pflegeeinrichtungen Plätze gibt, auf denen der soziale Kontakt gepflegt werden kann. Menschen, die ich kenne und die mich kennen, kommen vorbei und bleiben für einen Plausch sitzen.

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