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Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind zuletzt stärker gestiegen als im europäischen Durchschnitt. Darauf weist der Ökonom Tomaso Duso vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einem Gastbeitrag in der Wochenzeitung Die Zeit hin.
Dem Beitrag zufolge verteuerte sich Benzin in Deutschland in der Woche vom 23. Februar bis zum 2. März 2026 um 3,5 Prozent, Diesel um 4,6 Prozent. Im EU-Durchschnitt lag der Anstieg demnach bei 1,5 beziehungsweise 1,8 Prozent. Unter den 27 EU-Staaten verzeichnete nur Finnland einen stärkeren Preisanstieg.
Deutschland zählt zudem zu den teureren Kraftstoffmärkten in der Europäischen Union. Nach Angaben aus dem Gastbeitrag liegen die Benzinpreise hier häufig rund 20 Prozent über dem EU-Durchschnitt.
Ein großer Teil des Kraftstoffpreises entfällt auf staatliche Abgaben. Laut den Angaben im Beitrag machen Steuern und Abgaben etwa 64 Prozent des Benzinpreises und rund 56 Prozent des Dieselpreises aus. Dazu zählen unter anderem Energiesteuer, Mehrwertsteuer und die CO₂-Abgabe.
Der Ökonom verweist außerdem auf die Struktur des Marktes: Fünf große Mineralölkonzerne dominieren in Deutschland weite Teile von Raffinerien, Großhandel und Tankstellennetzen. Welche Rolle diese Marktstruktur bei der Preisentwicklung spielt, ist Gegenstand von Untersuchungen der Wettbewerbsbehörden.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.