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Der Sozialverband VdK bemängelt fehlende Barrierefreiheit auf deutschen Weihnachtsmärkten. Präsidentin Verena Bentele weist darauf hin, dass Kopfsteinpflaster, enge Marktgassen und unmarkierte Hindernisse vielen Besucherinnen und Besuchern den Zugang erschweren. Für Menschen im Rollstuhl, Ältere mit Rollator oder Familien mit Kinderwagen werde der Rundgang schnell zur Herausforderung. Von den etwa 3250 Weihnachtsmärkten bundesweit gilt laut Deutschem Schaustellerbund weniger als ein Prozent als barrierefrei.
Auch einfache Erleichterungen fehlen vielerorts: Sitzgelegenheiten sind rar, Behindertenparkplätze und barrierefreie Toiletten nicht immer vorhanden. Für blinde und sehbehinderte Menschen wird der Besuch zusätzlich durch fehlende Leitsysteme, unmarkierte Stände und eine unübersichtliche Geräuschkulisse erschwert.
Gleichzeitig gibt es einzelne Fortschritte. Immer mehr Märkte führen eine „stille Stunde“ ein – meist am frühen Nachmittag. Während dieser Zeit wird das Geschehen gedämpft, um Menschen mit erhöhter Geräusch- oder Reizsensibilität den Zugang zu erleichtern, etwa bei Autismus oder Angststörungen.
Der VdK fordert verbindliche Vorgaben und eine konsequente Umsetzung: ebene Wege, tastbare Orientierung, ausreichend breite Gassen, nutzbare Toiletten und Thekenhöhen, die auch im Sitzen erreichbar sind. Barrierefreiheit sei kein Zusatzangebot, sondern Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe. Weihnachtsmärkte müssten Orte des gemeinsamen Erlebens sein, nicht der Abgrenzung.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des VdK.
