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Weinzierl-Gelände: SPD schlägt Zwischennutzung vor

Das Weinzierl-Gelände in Ingolstadt soll nach dem Willen der SPD-Stadtratsfraktion nicht stillgelegt, sondern vorübergehend für Kultur und Sport geöffnet werden. In einem Antrag fordert die Fraktion, den Beschluss zur Stilllegung auszusetzen. Stattdessen sollen lediglich gefährliche Altlasten entfernt und einsturzgefährdete Gebäude abgerissen werden.

Die übrigen Flächen könnten Kulturvereinen, Bands und Künstlern zur Verfügung stehen. Zudem soll geprüft werden, die seit Langem geplante Parcoursanlage in Kooperation mit dem Stadtjugendring auf dem Areal umzusetzen.

Die SPD verweist auf zwei Argumente: Zum einen solle das Gelände nicht über Jahre brachliegen wie das frühere Rieter-Areal. Zum anderen ließen sich durch punktuelle Eingriffe erhebliche Kosten einsparen, die den städtischen Haushalt entlasten würden. Auch kulturpolitisch sieht die Fraktion Vorteile. Da die Stadt die freie Szene finanziell kaum fördern könne, müssten Räume geöffnet werden, in denen Vereine und Künstler arbeiten können.

Bereits am Vortag hatten die Freien Wähler einen Antrag eingebracht, der in eine ähnliche Richtung zielt, aber stärker auf die Neubewertung der bisherigen Abriss- und Entmietungspläne setzt. Beide Fraktionen begründen ihre Initiativen mit der angespannten Haushaltslage – schlagen jedoch unterschiedliche Wege vor, um kurzfristig Kosten zu reduzieren und zugleich Perspektiven für das Gelände offenzuhalten.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung von Pressemitteilungen der SPD-Stadtratsfraktion Ingolstadt und der Freien Wähler Ingolstadt.

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