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Die Stadt Ingolstadt hält an ihrem Plan fest, das Weinzierl-Gelände zu räumen und die Gebäude abzubrechen. Der Stadtrat soll die Anträge mehrerer Fraktionen auf eine teilweise Weiternutzung ablehnen. Das geht aus einer aktuellen Sitzungsvorlage des Liegenschaftsamts hervor, die am morgigen Donnerstag im Stadtrat beraten wird.
Bereits 2021 hatte das Gremium beschlossen, das Areal nach dem Rückbau für eine naturnahe Freizeitnutzung zu öffnen. 2023 folgte die Entscheidung, sämtliche städtischen Gebäude bis Ende 2025 zu entmieten. Ausgenommen bleibt das vom Deutschen Alpenverein betriebene Kletterzentrum.
Die Verwaltung verweist auf Sicherheitsrisiken: marode Bausubstanz, Schadstoffe in Gebäuden und Böden sowie die Lage des gesamten Areals im festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Nach Einschätzung des Umweltamts könnten die alten Hallen im Hochwasserfall den Abfluss behindern und Schadstoffe freisetzen. Das Wasserwirtschaftsamt fordert seit Jahren eine Aufgabe der Nutzung.
Auch wirtschaftlich sieht die Stadt keine Grundlage für eine Fortführung. Die Einnahmen aus Vermietungen liegen deutlich unter den laufenden Kosten, vor allem für provisorische Sanitäranlagen. Mehrere Gebäude gelten als einsturzgefährdet; ein Weiterbetrieb wäre nur mit hohen Sanierungsaufwendungen möglich. Der Rückbau wird auf drei bis vier Millionen Euro geschätzt.
Ein Sanierungsplan für besonders belastete Bodenbereiche ist in Arbeit. Die Aufbereitung soll 2026 beginnen und später auf weitere Flächen ausgeweitet werden. Der Großteil der Mieter hat das Gelände bereits verlassen, vier suchen noch nach Ersatzstandorten.
Die Verwaltung empfiehlt dem Stadtrat, die vorliegenden Anträge auf Weiternutzung abzulehnen und die bisherige Beschlusslage umzusetzen.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.
