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Ingolstadt wächst – und schrumpft zugleich. Das zeigt das kleinräumige Monitoring der Stadt für das Jahr 2025. Während die Einwohnerzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging, liegt sie weiterhin deutlich über dem Niveau von 2015. Auffällig sind vor allem Verschiebungen in der Altersstruktur.
2025 lebten gut 145.000 Menschen in Ingolstadt, rund 400 weniger als 2024. Im Zehnjahresvergleich entspricht das dennoch einem Zuwachs von knapp 11.700 Personen beziehungsweise 8,8 Prozent. Das Wachstum resultierte vor allem aus Zuwanderung. Gleichzeitig nahm die Zahl der Geburten gegenüber dem Vorjahr um 65 ab.
Besonders rückläufig entwickelten sich die Altersgruppen der 0- bis unter 6-Jährigen sowie der 18- bis unter 45-Jährigen. Deutlich zugenommen haben dagegen ältere Jahrgänge: Die Zahl der 65- bis unter 75-Jährigen wuchs gegenüber 2024 um 220, die der über 75-Jährigen um 105. Im langfristigen Vergleich seit 2015 legten nahezu alle Altersgruppen zu, mit Ausnahme der unter Dreijährigen. Am stärksten wuchsen anteilig die 3- bis 6-Jährigen, gefolgt von den 6- bis 10-Jährigen sowie den 65- bis 75-Jährigen. Größte Altersgruppe bleiben die 45- bis 65-Jährigen mit mehr als 37.000 Personen.
Auch die Haushaltsstruktur verändert sich weiter. Mit knapp 70.700 Haushalten lag die Zahl 2025 leicht unter dem Vorjahr, aber deutlich über dem Stand von 2015. Besonders stark nahm die Zahl der Ein-Personen-Haushalte zu: Seit 2015 kamen rund 3.700 hinzu, insgesamt sind es nun mehr als 31.300.
Der Wohnungsbestand stieg 2024 auf knapp 74.710 Wohnungen. Das sind rund 750 mehr als 2023 und mehr als 10.000 mehr als zehn Jahre zuvor. Die durchschnittliche Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner lag mit 44 Quadratmetern auf dem Niveau des Vorjahres und über dem Wert von 2014.
Auch die Flächennutzung veränderte sich deutlich. Seit 2015 wuchs die Wohnbaufläche um rund 78 Hektar, die Waldfläche um mehr als 60 Hektar. Am stärksten legten die Erholungsflächen zu, die inzwischen rund 560 Hektar umfassen. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort seit 2015 um etwa 15 Prozent. Die Arbeitslosigkeit nahm gegenüber 2024 allerdings weiter zu.
In den Stadtbezirken zeigen sich teils gegenläufige Entwicklungen. In der Innenstadt blieb die Bevölkerungszahl weitgehend stabil, bei weiter wachsender Zahl kleiner Haushalte. Der Nordwesten verzeichnete einen leichten Bevölkerungsrückgang, während sich die Erholungsflächen seit 2015 nahezu verdoppelten. Im Nordosten nahm die Einwohnerzahl weiter zu, begleitet von einem deutlichen Ausbau des Wohnungsbestands.
Der Südosten verlor im Vergleich zum Vorjahr spürbar an Einwohnern, liegt aber weiterhin deutlich über dem Stand von 2015. Der Südwesten entwickelte sich nahezu stabil, bei wachsender Industrie- und Gewerbefläche. Im Westen fällt vor allem der starke Anstieg älterer Bevölkerungsgruppen sowie der deutliche Zuwachs bei den Sterbefällen seit 2015 auf.
In Etting blieb die Bevölkerungszahl über Jahre nahezu konstant, geprägt von einem deutlichen Geburtenrückgang. Oberhaunstadt und Mailing wuchsen im langfristigen Vergleich spürbar, insbesondere bei Familien mit Kindern. Der Stadtbezirk Süd legte seit 2015 in fast allen Altersgruppen zu, mit Ausnahme der unter Dreijährigen. In Friedrichshofen-Hollerstauden stiegen Bevölkerung, Haushalte und Wohnungsbestand deutlich an. Entlang der Münchener Straße blieb die Entwicklung insgesamt moderat.
Das Monitoring zeichnet damit ein differenziertes Bild: Ingolstadt wächst langfristig weiter, wird älter und kleinteiliger – und entwickelt sich in seinen Stadtbezirken zunehmend unterschiedlich.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.