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Die Grundsteuer ist bereits höher, weitere Gebühren und Leistungen stehen auf dem Prüfstand. Angesichts der angespannten Finanzlage will die CSU-Stadtratsfraktion nun genauer wissen, wer welchen Anteil an der Sanierung des Ingolstädter Haushalts trägt – und wann die Stadt ihre Defizite wieder in den Griff bekommen will.
Nach Angaben der Fraktion fehlen im Haushalt 2026 rund 60 Millionen Euro. Auch danach bleibt die Lage schwierig: In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2029 liegen die jährlichen Fehlbeträge im Durchschnitt bei rund 75 Millionen Euro. Die CSU fordert deshalb einen verbindlichen Konsolidierungspfad bis mindestens 2030.
Für jedes Jahr soll ausgewiesen werden, wie sich das Defizit entwickelt und welchen Beitrag Einsparungen, Personalmaßnahmen, städtische Beteiligungen, verschobene oder aufgegebene Vorhaben sowie zusätzliche Einnahmen leisten. Vor allem will die Fraktion sichtbar machen, was die Stadt selbst einspart und was Bürger und Wirtschaft zusätzlich zahlen. Als Beispiel nennt der Antrag die Grundsteuer B. Ihr Hebesatz wurde 2026 auf 650 Prozentpunkte angehoben. Dadurch erwartet die Stadt nach Angaben der CSU rund 11,7 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen. Weitere Gebühren, Entgelte, Leistungen und Ausgaben werden überprüft. Werden Leistungen eingeschränkt oder Gebühren erhöht, soll künftig auch erkennbar sein, was die jeweilige Maßnahme finanziell bringt. Die CSU will dabei zwischen dauerhaften Einsparungen, Einmaleffekten und bloßen zeitlichen Verschiebungen unterscheiden.
Die wichtigsten Zahlen sollen zudem in einem öffentlich zugänglichen Dashboard auf der Internetseite der Stadt erscheinen und mindestens halbjährlich aktualisiert werden. Auch Stadtrat sowie Finanz- und Personalausschuss sollen in diesem Rhythmus über den Stand informiert werden. Werden die vereinbarten Ziele verfehlt, soll die Verwaltung rechtzeitig Handlungsoptionen vorlegen. Mit „Ingolstadt – zukunftsstark 2030“ gibt es bereits einen strategischen Rahmen für die Konsolidierung. Die CSU verlangt nun, ihn mit konkreten Zahlen, Zwischenzielen und einer verbindlichen Zeitschiene zu hinterlegen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der CSU-Stadtratsfraktion Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.
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